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Mittwoch, 12. November 2014

Ein bisschen Sci-Fi, eine Prise Galaxy und ein Tropfen Zeitreisen - Interstellar

Manchmal, sollte man sich definitiv informieren bevor man ins Kino geht. Manchmal sollte man nicht einfach seinem Freund vertrauen. Manchmal lernt man erst nachher aus seinen Fehlern.


Die Erde steht mehr oder weniger ihrem Ende bevor. Die Menschheit hat den Planeten ausgeschöpft. Kaum eine Saat will auf dem staubigen Planeten mehr wachsen, die Essens-Knappheit ist das größte Problem, die Wissenschaft ist mehr oder weniger eingestellt. Alles an Jobmöglichkeiten was die Welt braucht sind Farmer.

So kommt es, dass der alteingesessene Ingenieur Cooper auf einer Farm dahinvegetiert anstatt seiner Profession nachzugehen. Doch auf Grund eines unerklärlichen Zufalles stößt er auf eine alte Nasa Station - genau zum Richtigen Zeitpunkt. Denn letzten Wissenschaftler sind auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten um die Menschheit umzusiedeln.
Hinter einem Wurmloch, dass gerade erst in der Galaxy entdeckt wurde, verstecken sich einige potentielle neue Heimatplaneten. Doch es braucht einen Piloten um dorthin zu fliegen - Cooper.

Cooper muss seine Familie - seinen Vater sowie seinen Sohn und seine Tochter - im Ungewissen auf der Erde zurück lassen und macht sich mit einem kleinen Team iauf den Weg durch das Wurmloch. Auf der Suche nach der Rettung für die Menschheit.


"Interstellar" setzt sich selbst hohe Ziele. Eine Kritik an der Menschheit und ihrem Umgang mit unserer kostbarsten und einzigartigsten Ressource - der Welt, eine Heldengeschichte um einen Mann der Welt retten will und die Schaffung eines Science Fiction Epos. 
Doch leider gehen alle drei Punkte kläglich schief.

Die Kritik an der Menschheit geht in der Geschichte von Einzelpersonen unter. Warum die Erde so verwüstet, so desolat ist, ist einfach mehr Faktum als dass es wirklich erklärt wird. Die Kritik ist spürbar und irgendwie doch so nebensächlich als sie schon wieder aufgesetzt wirkt.

Die Heldengeschichte rund um Cooper ist so übermaßen dramtisch, dass sie ebenfalls eher auf einen wunden Nerv drückt als wirklich emotional zu werden. Cooper sieht sich als geboren um das Weltall zu erkunden, hat nur wenig Skrupel seine Familie hinter sich zu lassen und einen Charakter, den man nicht unbedingt als sonderlich sympathisch auffassen muss. Es wird kaum eine wirkliche Verbindung zu ihm möglich, er ist einfach zu unnahbar.
Gerade mal in ein oder zwei Szenen wird die ganze Geschichte mal kurzfristig emotional (da dafür dann sehr heftig). Einfach zu wenig um den Zuschauer an den Film zu fesseln.

Das Gebilde das Science Fiction Epos besteht zu größten Teilen aus der Faszination für schwarze Löcher und gigantischen Bildern von Galaxien. Nicht unbedingt was man ein Epos bezeichnen kann, zumal daraus nicht sonderlich viel mehr gemacht wird. Man kommt sich vor wie einem riesigen galaktischen Bildband oder einfach nur einem Planetarium. Klar die Bilder sind beeindruckend, spätestens nach einer halben Stunde aber auch immer wieder das gleiche und eher einschläfernd als fesselnd.

Für mich gabe es seit langem leider keine längeren zweieinhalb Stunden (ja man kann so lange einfach nur durchs All geflogen werden). Die Spannung, der Spaß, die Faszination in diesem Film fehlt einfach. Man merkt hier war Großes geplant. Großes wird hier in bombastischen Bildern gezeigt, aber nur schöne Bilder machen einen Film nun mal leider nicht aus. Die Geschichte mangelt an (emotionaler) Tiefe, die Aufklärungen werden konfus und wissenschaftlich unfundiert aus den Fingern gezogen.
Von einer Reise durch ein Wurmloch wandert man plötzlich ab in die Veränderung von Raum-Zeit-Gefügen bis hin zu dreidimensioneln fünfdimensionalen Räumen. Ja das ist nicht ausgedacht, soetwas kommt wirklich vor. Alleine da stellt mein Kopf leider auf stur und kann die ganze Auflösung dann nur mehr als ein wenig lächerlich ansehen.
Auch das Ende setzt dem ganzen Film dann nur mehr die Kirsche der (Kitsch-)Übertriebenheit auf.

"Interstellar" ist und war leider überhaupt kein Film für mich. Dieser Film fällt für mich in die typische Kategorie "Oscar Film". Sowas muss künstlerisch kreativst und mit den tiefgründigsten Thematiken gefüllt sein, ist aber für ein Massenpublikum nicht geeignet. Die Aufmachung, die Idee und die schauspielerische Leistung will ich nicht schmälern - aber zur Unterhaltung kann und will dieser Film scheinbar auch nicht dienen.


Kommentare:

  1. Ich fand ihn genial und absolut Oscar-würdig. Zwar ein wenig zu lang, mir ist mein Arsch schon eingeschlafen im Kino aber dennoch nie fad. Ich bin aber auch ein großer SciFi-Zeitreise Fan und kann daher verstehen was du meinst, wenn du sagst es wurde teilweise etwas konfus und nicht immer logisch erklärt. Mein Mann fand ihn einfach nur scheisse. :D Jetzt sind wir aber quit, weil er durfte damals Sin City1 aussuchen und diesen fand ich wiederum zum kotzen. (Seit dem darf er nie wieder Filme aussuchen) Genug gelabert - trotz deiner schlechten Bewertung fand ich es wirklich sehr gut geschrieben, deine Kritik ist gut durchdacht und auch nachvollziehbar, wenn auch nicht in allen Fällen. :))

    LG Sarah

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    1. Ich bin ja eigentlich auch eine großer Sci-Fi Fan aber "Interstellar" war mir einfach zu sehr beeindruckende Bilder (die will ich gar nicht unterschlagen) und zu wenig interessante Geschichte. Mich konnte das ganze einfach überhaupt nicht fesseln.
      Aber ich hab jetzt schon einige Meinungen dazu gehört und die sind entweder "weltklasse" oder "total scheiße" XD
      Und den Oscar will ich dem Film gar nicht abschwatzen, aber zumeist sind OscarFilme einfach nicht für den Standard Kinogeher geeignet XD

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