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Mittwoch, 26. November 2014

Weird, weirder, Fantasy von Neil Gaiman - Der Ozean am Ende der Straße

Als ich es das erste Mal gesehen hatte wusste ich sofort - dieses Buch wandert bestimmt in mein Regal! Ein neues Werk von Neil Gaiman, einem meiner Lieblingsautoren auf Grund seiner skurill fantastischen Fantasy Meisterwerke. Irgendwie hat mich das Cover und der Titel aber verwirrt, doch es liefert genau das, was man von einem Neil Gaiman erwartet.


Ein Mann mittleren Alters kehrt auf Grund einer Beerdigung an den Ort seiner Kindheit zurück. Sein Elternhaus steht zwar schon seit langem nicht mehr und doch erkennt er die Gegend seiner jungen Jahre wieder. Und am Ende der Straße steht immer noch die Farm auf der Lettie Hempstock und ihre Familie lebten.

Lettie war seine Freundin als kleiner Junge und an diesem Ort versinkt er in phantastischen und zugleich schauderhaften Erinnerungen an seine Kindheit.


Wer Neil Gaiman kennt, der weißt, dass er ein Meister darin ist phantastische und zugleich skuril erschreckende Welten zu erschaffen. Egal ob "Coraline", "Das Graveyard Buch" oder "American Gods" sowie "Anansi Boys". In jedem seiner Bücher taucht man in eine besonders phantastische Welt ein, die gerne auch Mal einen gewissen Schatten mitbringen kann.

Genau so passiert es auch in "Der Ozean am Ende der Straße". Auf höchst poetische und phantastische Weise darf man dem kleinen namenlosen Protagonisten durch die Erlebnisse seiner Kindheit folgen. Doch diese Erlebnisse sind so unglaublich und schrecklich zugleich, dass es eigentlich zu viel für ein kleines Kinderherz ist. Denn alles was hier passiert, hätte eigenlich nie passieren dürfen.

So zauberhaft die Geschichte eigentlich beginnt, mit einer Reise an das Ende des Ozeans (der eigentlich nur ein kleiner Ententümpel ist), so schrecklich verstricken sich die Geschehnisse danach. Immer mehr Dunkelheit scheint sich über den kleinen Jungen zu legen und der Strudel aus Unglaublichem und Schrecklichen wird immer stärker. 

Doch zusammen mit dem doch etwas schreckhaften und verängstigen Jungen und der kecken, frechen und mutigen Lettie bestreiten die beiden ein Abenteuer, dass man sich gar nicht vorstellen. Neil Gaiman entführt wieder einmal gekonnt in eine Welt in der man nicht als gegeben hinnehmen sollte und hinter jeder Ecke ein doppelter Boden lauern kann.

Die Geschichte entwickelt sich so schaurig, dass es einem durchaus gerne mal den ein oder anderen kurzen Gänsehaut-Schauer über die Arme streifen lassen kann. Man will nicht aber muss sich diesen Horror für den jungen Protagonisten einfach bildlich vorstellen. Die vereinzelten Grafiken im Buch machen das ganze Erlebnis noch intensiver.

"Der Ozean am Ende der Straße" ist wirklich Neil Gaiman Fantasy wie man sie sich wünscht und entführt in eine unglaubliche Welt. Keine schillernde Fantasy mit Elfen und Einhörner, sondern eine doch so schreckliche Welt mit ungeahnten Gefahren. Doch Neil Gaiman bringt diesen Schrecken mit solch einer träumerischen Poesie, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Mit gerade einmal gut 230 Seiten (die in wirklichkeit viel zu kurz sind) gibt es auch auf jeden Fall keinen Grund aufzuhören. Mann will eigentlich viel lieber ewig weiter in die Seiten versinken.


Kommentare:

  1. Hi Nina, wieder eine tolle Rezi von dir! Ich lese das Buch gerade und mir gefällt es sehr gut bisher. Auf jeden Fall werde ich mir den Autor mal näher anschauen.
    Liebe Grüße,
    Uwe

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  2. Hallo :)
    eine ganz tolle Rezi! Das Buch hat mit auch gut gefallen!

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen

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