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Dienstag, 18. November 2014

Das "1984" und "Brave New World" von heute - Der Circle

Utopien waren immer schon ein Lieblingsthema von mir, gerade diese verdrehten und erschreckenden Zukunftsvisionen. Nicht ohne Grund habe ich in meine Matura (für alle deutschen Leser Abitur) in englisch mit dem Schwerpunkt Utopis gehalten. Damals waren Meisterwerke wie Huxleys "Brave New World/Schöne neue Welt" und Orwells "1984" am Plan. Heute würde "Der Circle" mit auf der Liste stehen.


Mae Holland hat den Job ihres Lebens ergattert. Mit der Hilfe ihrer Freundin Annie kommt sie in die beliebteste Firma hinein und darf bei der Customer Experience von 'Circle' anfangen. 
Mit vollem Elan wirft sich Mae in die Arbeit und steigt schon bald in der Firma auf. Denn sie glaubt an die Prinzipien von 'Circle'.
 
Das große weltverbessernde Ziel von 'Circle': Die Anonymität im Netz abschaffen und alle das alltägliche Leben nur mehr über eine einzige - transparente - Internetidentität beim 'Circle' abwickeln. Dadurch soll die Kriminalität komplett vom Globus verschwinden und auf Grund der transparenten Aktivität der Gesellschaft ein besseres Leben herbeigeführt werden.
Doch geht 'Circle' damit zu weit?
 

Wer Utopien im Sinne von Huxley und Orwell geliebt hat, der sollte unbedingt zu "Der Circle" greifen. Ich hatte zu Beginn etwas Angst vor der Lektüre - mit 560 Seiten, kleiner Schrift und kaum Absätzen - dass mich dieses Buch einige Zeit aufhalten wird. Aber ich habe es verschlungen!
"Der Circle" zieht einen in seinen Sog, gerade weil die Vorstellungen und die Zukunft die hier präsentiert wird nicht ewig weit in der Zukunft liegt. Einiges was hier zu Tage gebracht wird, könnte durchaus in nähester Zukunft auch auf uns herunterprasseln und klingt gar nicht so utopisch wie man vielleicht möchte.
 
Die Firma der 'Circle' ist mehr oder weniger die Zusammenfassung aller großer (marktbestimmender) Firmen heutzutage - Google, Apple, Facebook, Twitter und alle anderen Konsorten gemeinsam. Diese haben schon heute eine wahnwitzige Macht über uns, die Konsumenten. Doch wenn man sich all das in einem einzigen Monopol vorstellen will, beinahe schon erschreckend genug.
 
Die ganze Debatte um den gläsernen Menschen wird hier so packen, nachvollziehbar und verständlich dargebracht, dass man eigentlich nur schaudern kann. Einige der Faktoren aus dem Buch wird man definitiv in seinem Leben jetzt schon wiederfinden. Man wird danach auf jeden Fall das ein oder andere Handeln selbst überdenken. Will man zu seinem gläsernen Menschen werden? Will man, dass alle anderen solch gläserne Menschen sind? Nach diesem Buch: Nein!
 
Greifbar macht das ganze natürlich vor allem die Hauptperson Mae Holland. Wie einfach sie all die Eingriffe in ihr Leben akzeptiert, wie einfach sie Einschnitte akzeptiert. Schon wirklich beängstigend wie leicht es scheinen mag (aber wahrscheinlich sogar wirklich ist) Personen so zu manipulieren und zu führen. Wirklich extrem mit anzusehen, wie sie immer transparenter wirdb, zu Beginn sogar ohne es selbst zu merken.
 
"Der Circle" ist nicht nur lehrreich für den Leser sondern auch wirklich aufklärend dazu, was wir mit uns preisgeben in der großen weiten Welt des Internets. Wie einfach wie Einblicke in unser Leben geben. Man sollte dieses Buch wirklich zu Hand nehmen und ernsthaft lesen. Man könnte es beinahe als Warnung (wie passend hierfür die Coverfarbe Rot gewählt wurde) vor unserer eigene Zukunft sehen, wenn wir nicht Acht geben.
  
Ich kann "Der Circle" wirklich jedem empfehlen! Egal ob man Utopien liebt - dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre werden!
 

1 Kommentar:

  1. Hi Nina,

    schöne Rezi! Ich lese es gerade, bin aber erst auf Seite 25, aber es gefällt mir bisher gut und bin gespannt, was noch so alles passiert. Zum Glück lese ich es als eBook und da gibt es Absätze und die Schriftgröße kann ich verändern ;)
    Liebe Grüße,
    Uwe

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