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Sonntag, 5. Oktober 2014

Kein System ist sicher - Who Am I

Den Trailer zu "Who Am I" hab ich irgendwann im Kino gesehen und fand ihn ja gar nicht mal so schlecht. Nach dem Debakel bei "Lucy" bin ich da aber ein bisschen vorsichtig geworden. Im Endeffekt kommt es aber aufs gleiche - der Film wurde gekuckt. Schon mit dem Hintergedanken, dass es ein deutscher Hacker Film ist. Die Erwartungen waren also nicht unbedingt allzu hoch.


Benjamin ist ein Loser, für seine Umwelt scheinbar unsichtbar. Darum verkriecht er sich seit er 14 ist in der Online Welt und hat sich das Hacken selbt beigebracht. Zum Spaß. Doch bei einem seiner ersten wirklich größeren Hack-Versuche auf einer Universität wird er gefasst und bekommt vom Gericht 50 Stunden Sozialarbeit aufgehalst.

Für Benjamin in dem Moment wahrscheinlich das Beste, was ihm passieren konnte, denn er lernt Max kennen. Max sieht das Potential in Benjamin und nimmt ihn auch in seine kleine Gruppe von Hackerfreunden, denn sie können die Fähigkeiten von Benjamin gut gebraucht. Ihr Ziel ist die Aufmerksamkeit, man soll sie als Hacker kennen und vielleicht sogar fürchten. Doch keiner hat sich dabei gedacht, dass der ganze anfängliche Spaß dabei so aus dem Ruder laufen könnte.


"Who Am I" zeigt sich wirklich schneller und actiongeladener als man es erwarten könnte. Der anfangs so schüchteren und ruhige Benjamin gerät tief in eine Szene hinein, die er scheinbar unterschätz hat. Denn für ihn war Hacken zu Beginn nur ein Spaß, ein Zeitvertreib weil ihn sein Umfeld kaum wahrgenommen hat.

Gerade dieser Übergang von witzigen Messages mittels Hackangriffen bis hin zu den wirklich gröberen Delikten, die auch schon mit der ein oder anderen Straftat mehr einhergehen, ist wirklich interessant. Aus einem Mix von Übermut, Partys und Drogen wird schnell mal ein Abrutschen  in das kriminelle Milieu.

Im Prinzip ist "Who Am I" allerdings auch ein sehr starkes Persönlichkeitsdrama rund um Benjamin. Man lernt ihn als kleines Bubi kenne, der in der Hackergruppe endlich Selbsbewusstsein und Stärke gewinnt. Doch trotzdem ist er dabei immer noch total von den anderen abhängig und kann nicht wirklich auf  eigenen Beinen stehen. Doch gerade diese Verletzlichkeit die er immer wieder zeigt, gibt ihm den ein oder anderen Sympathie Pluspunkt.

Was mich sehr überrascht hat (zumindest während dem Schauen) war das Ende. Denn es gibt gleich zwei Punkte wo man doch so richtig auf den Kopf gestellt wird. Auch wenn der eine eher mit einem lauten "Nein bitte nicht" und der andere dann schon wieder ein "Puh na geht doch" für den Film ist. Denn kurz droht der Film ein wenig lächerlich zu werden, erfängt sich dann aber doch noch recht gut.
Grundsätzlich kan man aber auch sagen, dass man das Ende durchau schon aus dem ein oder anderen Film kenne könnte oder es einem zumindest ein wenig bekannt vor kommen kann. Darum ist die Überraschung des Endes auch nur direkt während dem Film vorhanden, danach kann die Euforie schon ein wenig abflachen.

Ein rasanter und unterhalsamer Film für Hacker Freunde und solche die es noch werden wollen. Trotzdem "sieht" man einfach, dass es eine deutsche Produktion ist und man sollte sich nicht unbedingt ein riesen Spektakel erwarten.


N9erz

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