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Donnerstag, 9. Oktober 2014

Aller Anfang ist böse - The Diviners

Es hat begonnen mit einer Empfehlung einer mir eigenetlich unbekannten Frau, doch die Mischung aus guter Kritik, einem schönen Cover und einem ansprechenden Klappentext hat ausgereicht. Die Neugierde war geweckt und ich habe natürlich zugegriffen.


Es sollte nur ein kleiner Partygag sein, bei dem Evie ihre geheimen Fähigkeiten zur Schau stellen wollte. Doch leider kam die ganze Sache in ihrem Umfeld nicht ganz so gut an. Um ihr Geheimnis zu bewahren und den Skandal in ihrer Heimatstadt Ohio nicht noch schlimmer zu machen, schicken ihre Eltern Evie nach New York zu ihrem Onkel.

Für Evie ist das nicht unbedingt eine Strafe, erhofft sie doch in New York die Straßen zu erobern und eine ausgelassene Zeit zu haben. Niemals hätte sie sich dabei erwartet in eine Mordermittlung mit hineingezogen zu werden. Doch scheinbar hat d er Mörder das Okkulte liebgewonnen und ihr Onkel ist nun mal Experte darin.


Die Geschichte schreit gerade so nach übersinnlichen Kräften und ein bisschen magischen Hexerein. Doch man wird enttäuscht zu Beginn.

Zuerst taucht man ein in eine New York der Dreißiger Jahre, gefüllt von Blues und Charleston, Federboas und schicken Hüten. Die Szenerie ist so realisitsch, dass man die Musik beinahe hören kann und den Geruch von Rum in der Nase kitzelt. Aber leider sind die Beschreibungen viel zu lang, viel zu langwierig und vor allem stellenweise viel zu detailliert. Erfreut man sich zu Beginn noch an den Details, wurden mir die relativ schnell langweilig. Ich wollte, dass die Geschichte ihren Lauf nimmt und kein realisitsches Bild anhand der Beschreibungen zeichnen können.
Wer auf diese Zeit und Epoche abfährt, der wird sich daran nicht sattlesen können, auf Dauer wirkten die Beschreibungen auf mich allerdings eher verstaubt und angerostet als wirklich belebend für die Geschichte. Nicht unbedingt vorteilhaft.

Dann bekommt man aus mehreren Perspektiven Einblick in die Geschichte. Das ist zwar schön und gut, allerdings ist eigentlich nur der Handlungsstrang von Evie wirklich interessant. Die anderen Ausblicke habe ich schnell mal nur überflogen, um endlich wieder zu Passagen zu gelangen die etwas mehr mit dem Plot zu tun haben.
Sehr schnell ergab sich für mich auch ein Muster (Achtung kleiner Spoiler): Jeder Charakter der einfach mal so zwischendrinnen neu vorkam, starb kurz danach auch schon wieder. Und wenn derjenige mehr als zwei eigene Kapitel bekommen hatte, dann war er wohl für den Übergang zum zweiten Teil benötigt, für diese Geschichte aber relativ unbrauchbar.
Die Story hält sich für meinen Geschmack damit viel zu lange mit Nebensächlichkeiten auf, die im weiteren Verlauf auch nicht unbedingt targend sind oder gar sinnlos.

Die Hauptperson Evie hat es mich auch ein wenig schwer gemacht, sie wirklichh zu mögen. Ist sie einerseits eine wirklich fetzige und mutige Jugendliche, so kann sie dann auch schon mal den ein oder anderen Schub Selbstbewusstsein zu viel bekommen. Denn dann wirkt sie schnell mal zu selbstsicher, zu selbstüberzeugt und vor allem viel zu heroisch. Kein Funken von Zweifel, Misstrauen oder Angst - ein bisschen zu sehr Heldin, vor allem für die Zeit, in der die Geschichte spielt.

Und die Geschichte ist irgendwie seltsam, nicht wirklich packend. Eine Serie von Mordfällen, aber so richtig spannend ist das ganze dann nicht. Eine Ermittlung mit ein bisschen Recherche im Okkulten. Naja nicht unbedingt aufregend. Und gegen Ende schlägt dann das Genre (ich würde das Buch als normalen Jugenroman bezeichnen) auch noch heftig um und bekommt neben dem erwarteten Mysterie Touch (der zu spät in den Mittelpunkt rückt) auch noch ein wenig Sci-Fi untergemischt.Wirklich überzeugt hat mich das ganze leider nicht.

Was mich aber besonders stört - das Buch trägt den Titel "The Diviners" und genau die sind einfach nur Nebensache. Hin und wieder wird Evies Fähigkeit eingestreut, wir lernen den ein oder anderen Diviner auch noch kennen (die sind aber nur kaum für die Geschichte von Bedeutung sonder verlaufen mehr in einem eigenen Nebenstrang). Das war es dann aber auch schon, was wir über diese speziellen Menschen erfahren. Das Ende bringt dann endlich die Weiche zu den Divinern und einem zweiten Band, der dieses Thema anscheinend mehr forcieren soll. Allerdings hätte ich mir das auch schon hier deutlich mehr erwartet. Denn so ist der Titel einfach nur nicht erfüllt.

Wie man bereits merkt - ich bin bei diesem Buch kein großer Fan von Libba Bray und ihrer Diviner Geschichte geworden. Vielleicht gebe ich dem zweiten Teil irgendwann auch eine Chance, die Inhaltsangabe klingt wieder nicht schlecht, aber jetzt brauch ich mal eine Pause davon.


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