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Sonntag, 19. Oktober 2014

Ein "normaler" Stephen King - Mr Mercedes

Ein neuer Stephen King auch ohne Klappentext - das klingt nach Zuschlag. Als großer King Fan greift man da auch gerne mal blind zu, ohne viel darüber gelesen zu haben.


Detective Bill Hodges ist in Rente und kommt damit eigentlich so gar nicht klar. Er weiß kaum was er mit seiner Zeit anstellen soll, seine Figur leidet auch schon seit Wochen darunter und mit ihm ist einfach nichts anzufangen.
Doch dann dreht sich von einem Tag auf den andern alles. Ein anonymer Brief landet auf seinem Tisch - gekennzeichnet von einem Täter, der ihm entkommen ist. Ein Mörder, der unschuldige Arbeitssuchende einfach mit einem gestohlenen Wagen über den Haufen geführt hat und entkommen konnte. Einer der wenigen die ihm entkommen sind.

Hodges sieht endlich wieder einen Sinn in seiner Rente. Auch als pensionierter Cop lässt ihn dieser persönliche Angriff nicht kalt und er stürzt sich in die Ermittlungen.


"Mr Mercedes" klingt schon von der Kurzbeschreibung im Buch nicht nach dem typischen King Roman die man so kennt (und liebt). Das Übersinnliche oder das Übernatürlich fehlen gänzlich, der Schauermoment ist nicht wirklich da. Das ganze klingt nach einer soliden Thriller Story ohne viel Geister und Dämonen.

Genau so kommt es dann auch. Die Geschichte ist wirklich gut und packend, aber im Grunde genommen ein normaler Thriller. Eine spannende Ermittlung, ein packender Werdegang und wirklich angenehme Charaktere. Alles was ein guter Thriller braucht da darf man gar nicht meckern.

Denn die Geschichte weiß es wirklich zu packen und den Leser hinein zu ziehen. Man kommt gegen Schluss gar nicht mehr zum atmen, kann durchaus schon mal vorkommen, dass man sich beim Nägelbeißen ertappt. Ein Thriller wie man ihn sich oft und gerne wünscht.
Auch die Charaktere gehen dabei unter die Haut. Sei es positiv wie Detective Hodges, den man einfach und schnell ins Herz schließen kann gerade weil er so verflucht menschlich ist. Oder auch negativ, wie den psychisch gestörten Brady Hartsfield in dessen kranke Psyche man ebenfalls eintauchen darf. Hier weiß es Stephen King durchaus zu schocken und zwar so realitätsnah, dass es fast schauriger sein müsste als jede erfundene Geschichte.

Dennoch ist es eben nicht das, was man sich von einem Stephen King zumeist erwartet. Die Geschichte ist gut und das beinahe ohne Abstirche, dennoch fehlt der gewisse Gänesehautfaktor für einen King. Schade, vor allem weil das Buch sich diesen Schönheitsfleck gar nicht verdient hat.

Darum ist das ganze hier Kritik auf höchstem Niveau - eigentlich sollte man sich gar nicht beschweren. Aber trotzdem weiß man bei so manchem Autoren Namen eben was man (blind) kauft und diese Erwartungen triff es dann eben nicht.


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