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Freitag, 17. Oktober 2014

Labyrinth laufen im Kino - Maze Runner

Das Buch zu "Maze Runner" hat mich ja überzeugt, darum musste natürlich auch der Film begutachtet werden. Ich durfte den Film wiedermal ein klein wenig vorab sehen und muss sagen, ich hatte ein bisschen ein lachendes und ein weinendes Auge danach.


Thomas wacht ohne jegliche Erinnerung in einem Lift auf - gerade auf dem Weg mitten in eine Lichtung und mitten in ein Abenteuer, dass er sich kaum gewünscht hat. Denn diese Lichtung befindet sich mitten in einem Labyrinth in dem er gemeinsam mit einer Vielzahl an anderen Jungs gefangen ist. Bis sie einen Ausweg gefunden haben. 

Doch bereits seit drei Jahren sitzen einige hier fest - immer noch ohne eine wirkliche Erkenntnise wo sich der Ausweg befindet. Doch Thomas will hart dafür arbeiten aus dem Labyrinth entkommen zu können, denn nach seiner Ankunft verändert sich so einiges in der Routine des Lagers.


Das Buch hatte mich ja schon wirklich überzeugt und auf den Film habe ich mich auch wirklich irrsinnig gefreut. Eine gute dystopisch angehauchte Umsetzung und ein dysterer und spannender Film. Das hatte ich erwartet und es wurde auch geliefert.

Der Film ist wirklich gut gemacht und zieht einen genauso wie das Buch recht schnell in seinen Bann. Dass man beinahe zwei Stunden in dem Kinosessel sitzt kann man sich kaum vorstellen, man glaubt sich gerade erst hingesetzt zu haben und schon ist der Film schon wieder zu Ende. Grundsätzlich immer ein recht gutes Zeichen für einen Film.

Die Charaktere sind wirklich gut besetzt und kommen auch in ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften besonders gut rüber. Natürlich hat es der ein oder andere Sideeffeckt nicht in den Film geschafft aber der wichtigstes Grundstock wird gut besetzt geliefert. Somit wirklich ein Film den man sich gut und gerne ansehen kann und sicherlich gute Unterhaltung findet.

Warum dann ein weinendes Auge dabei ist werden sich einige fragen? Weil leider viele Kleinigkeiten aus dem Buch wenig bis stark abgeändert wurden. Natürlich kaum grundlegende Sachen, doch trotzdem so einiges was sofort auffällt und manche Dinge schon drastisch ändert.
Wer nicht gespoilert werden möchte, der sollte hier aufhören, denn jetzt kann es durchaus schon mal in das ein oder andere Detail des Buches und Filmes gehen.

Eine der größten Änderungen die mich wirklich irgendwie gestört hat war, dass die Maze/das Labyrinth plötzlich rund und nicht mehr quadratisch war. Warum man sowas ändern muss verstehe ich nicht ganz, immerhin sollte man sich ja doch auch irgendwo an die Originalvorlage halten. Das mag für den Film vielleicht zwar einfach aus optisch esthetischen Gründen geändert worden sein, allerdings für mich nicht ersichtlich. 
Durch diese Änderung ergibt sich nämlich in weitere Folge ein noch größere Abänderung - denn der Code um aus der Maze zu entkommen ist plötzlich keine Wörterabfolge mehr (Buchstaben in einer runden Maze zu schreiben wäre auch durchaus schwer gewesen) sondern eine Zahlenfolge. Die kommt demenstprechend durch ganz andere Erkenntnisse und Eingebungen zu Stande als im Originalbuch. Ein drastischer Unterschied der schon fast zu heftig ist.

Auch der Ausgang aus der Maze ist wesentlich anders gestaltet. Nicht nur, dass  der Code ein anderer ist auch die Gestaltung ist komplett anders. Hier muss nirgends hinein gesprungen werden, es wird einfach eine Tür geöffnet. Selbst das "Wie" des Türenöffnens ist geändert worden.

Zudem dauert es ein paar Tage länger, dass das Mädchen in die Gemeinschaft dazu stößt und in der Filmvariante bringt sie die Heilung für gestochene Personen mit, wobei diese in der Buchausgabe schon lange vor ihr da war. Die Aufgabe des Mädchens wurde sowieso irgendwie total untergraben in dem Film, denn immerhin haben Thomas und Teresa keine telepathischen Fähigkeiten und nicht Teresa hat die Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit sondern Thomas selbst. Teresa ist somit im Film für den Fortschritt eigentlich unnötig und nicht wichtig.
Zu Tereas muss ich zudem noch sagen, dass mich ihre Besetzung total enttäuscht hat. Sie hat mich einfach zu sehr an Kristen Steward in "Twilight" erinnert. Nicht nur, dass sie ihr wirklich ähnlich sieht, sie hat auch noch kaum wirkliche Emotionen im Gesicht.

Eine weitere kleine Änderung ist die Häufigkeit mit der die Gemeinschaft mit Vorräten beliefert wird. Denn nicht wie im Film nur einmal im Monat kommen Vorräte, sondern Nachschub kommt wöchentlich. Nur neue Jungs kommen monatlich. Nicht ausschlag gebend aber trotzdem nicht notwendige Änderung.

Was der Film auch ein bisschen schleifen lässt, ist die Beziehung zwischen Thomas und Chuck. Klar erkennt man in den einzelnen Momenten, dass die beiden scheinbar ein enges Band aufbauen. Dafür kommt der klein Chuck allerdings viel zu wenig und vor allem ungewichtig vor. Somit ist die Reaktion zum Schluss in meinen Augen ein klein wenig übertrieben.

ABER zumindest der Schluss, der ist ziemlich genau so übernommen wie aus dem Buch. Auch hier darf man sich über den kleinen Cliffhanger freuen und ziemlch sicher auch auf eine Verfilmung von Teil 2 und 3.

Wie man sieht einige Änderungen, die ich manchmal schon echt schade gefunden habe, weil ich mich gerade auf deren Umsetzung im Film gefreut habe. Nichts desto trotz macht der Film auf jeden Fall Spaß und bringt Unterhaltung mit sich. Einfach nicht erwarten, dass er sich zu sehr an das Original hält.


N9erz

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