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Freitag, 31. Oktober 2014

Zu Halloween gibt es Geister - Haus der Geister

Die Zeit rund um Halloween braucht man einfach ein bisschen Grusel auch in der Lektüre. Darum habe ich mir dieses Mal "Haus der Geister" ausgesucht und um Halloween herum gelesen.
Ob es dabei genügend Geister gegeben hat um mir eine Gänsehaut zu bescheren lest ihr hier.


London 1867 - Eliza Caine Leben war eigentlich in Ordnung, bis zu dem Nachmittag an dem ihr Vater verstirbt. Als sie dann auch noch herausfindet, dass ihr gemeinsames Haus gar nicht ihr Eigentum ist sondern sie hier nur Mieterin bleiben kann muss sie umdenken. Denn von ihrem Lehrerinnen Gehalt kann sie sich diesen Luxus nicht leisten.

In der Zeitung findet sie eine ominöse Anzeige für die Anstellung als Gouvernante in Gaudlin Hall. Nach der raschen Zusage setzt sich Eliza in den Zug und fährt in ihr neues Leben. Doch worauf sie sich dabei wirklich eingelassen hat, weiß sie noch nicht.
Denn in Gaudlin Hall lebt sie fort an alleine mit den beiden Kindern. Aber irgendwie doch nicht alleine...


In "Haus der Geister" - wer hätte das gedacht - geht es natürlich unter anderem um Geister. Keine ganz so große Überraschung, das spoilert ja schon der Titel. Gerade das Setting rund um England und London in dieser frühen Zeit bringt eine wirklich gute Grundlage für diese Schauergeschichte. Man kann den Nebel und die Feuchtigkeit richtig spüren. Wenn das Wetter draußen zu dieser Jahreszeit auch noch ein bisschen mitspielt, dann könnte man beinahe wirklich glauben durch die engländischen Nebelschwaden zu ziehen.

Die Story beginnt noch ganz friedlich, geht schnell in einen tragischen Schicksalsschlag über, der einem trotz der Kürze die man die Charaktere kennt wirklich nahe gehen kann. Denn die Personen sind wirklich liebenswert, wenn auch einen Ticken naiv. Besonders Eliza wirkt mit ihren 21 Jahren noch ein wenig kindlich, allerdings auch passend für die Zeitspanne. Damals waren Frauen eben noch nicht unbedingt emanzipiert. Dafür beweist sie in weitere Folge eh immer wieder mal ihren Biss.

Die Geistergeschichte zieht sich so durch das gesamte Stück. In einem alten viktorianischen Anwesen lebt es sich so als Geisterwesen auch sicherlich nicht schlecht. Außerdem gehört das ja bei so einer Behausung doch schon fast zum Grundstock. Immer wieder passieren hier skurrile Dinge, insbesondere mit der Vorgeschichte der beiden Kinder und ihrer Gouvernante kann das durchaus schon schaurig werden.

Diese Vorgeschichte ist es auch, dei den Großteil der Spannung aufbaut. Eliza wurde ohne irgendwelche Vorkenntnisse der Geschichte angestellt und ist jetzt auf der Suche nach der Wahrheit. Der Wahrheit über das Haus, die Kinder und vor allem die scheinbar nicht vorhandenen Eltern. GErade diese Suche, weil die Hauptprotagonistion auch keine Ahnung davon hat, bringt wirklich ein angenehme Spannung vor allem auch Neugierde in die Geschichte rein.
Man will als Leser unbedingt herausfinden, was hier gespielt wird und was hier so sein Unwesen treibt. Spannung auf subtile aber gelungene Weise.

Das Ende kommt dann relativ schnell und sehr hart. Was mich dabei gewundert hat (und ich werde wiedermal nicht spoilern), dass dieses Ende sehr einfach und ohne viel Emotionen hingenommen wird. Das was passiert, ist ja dann doch sehr tragisch. Wird aber in weitere Folge irgendwie einfach unter den Teppich gekehrt. Etwas Schade, da hätte man ruhig ein bisschen mehr emotionale Bindung bringen können.

Alles in allem kann man sagen, "Haus der Geister" ist immer wieder stellenweise schaurig aber nie wirklich gruselig, dass man sich in der Nacht nicht mehr aus dem Bett trauen würde. Es ist ein angenehmer Schauer rund um Geister im Haus, der sich leicht lesen lässt und am Ende wirklich nochmal deutlich an Spannung anzieht.
Wer allerdings etwas wirklich grausig gruseliges für Halloween sucht, der sollte zu blutigeren Werken greifen.


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