Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Dienstag, 7. Oktober 2014

Ben Affleck im Verdacht - Gone Girl (Film)

Beinahe ein Jahr ist es her, dass ich "Gone Girl" gelesen habe - jetzt kommt der Bestseller als Film in die Kinos. Mit Ben Affleck in der Hauptrolle erwartet uns hoffentlich ein spannungeladener Film


Nick (Ben Affleck) und Amy (Rosamund Pike) sind das perfekte Ehepaar. Zumindest strahlen sie das nach außen aus. Doch dann verschwindet an ihrem fünften Hochzeitstag Amy auf einmal spurlos.
Ohne viel nachzudenken alamiert Nick die Polizei und lässt seine Frau als vermisst melden.

Doch was zu Beginn noch wie ein normaler Vermisstenfall dreht sich alsbald in eine komplett andere Richtung, als Nick erwartet hätte. Denn schnell gerät er selbst ins Visier der Polizei und muss irgendwie selbst hinter die Lösung des perfiden Spieles kommen.


Der Roman hat mich damals schon überzeugt. Mit seiner wenn auch zumeist ruhigen und doch mitreißenden Handlung und der genialen Wende war ich überzeugt. Darum war es natürlich nur naheliegend, dass ich mir die Verfilmung dazu auch ansehen muss (auch wenn ich eigentlich kein so großer Ben Affleck Fan bin). Aber ich hatte so meine Erwartungen zu dem Film.

Die wurden erstmal richtig gebeutelt, als ich im Kino festgesellt habe, wie lang der Film dauert. Ganze 150 Minuten - zwei einhalb Stunden also. Nicht unbedingt der kürzeste Film, da kann man nur hoffen, dass keine Längen aufkommen. Aber ich kann entwarnen, ich habe kein einziges Mal auf die Uhr gesehen (auch wenn ich einmal fast wollte - aber nur um herauszufinden wie stark mich mein Zeitgefühl betrügen würde).

Der Film spiegel das Buch wirklich sehr gut wieder und fängt die Bedrückung und die Bedrängnis von Nick genial ein. Man kann sich selbst über die ganze Zeit hin nicht so wirklich ein komplettes Bild von der Beziehung von Nick und Amy machen, weiß nie woran die beiden wirklich miteinander sind. Genau dieses Spiel mit der Ungewissheit - die Frage des Mörders, der Verbleib der Leiche, die Schuld - macht den Film wirklich spannend und stellenweise auch gut nervenaufreiben.

Was ein wenig untergeht dabei ist der BOOM Moment der Wende. Ich weiß noch ganz genau wie sehr mich der während des Lesens geschockt hab, beim Film war er nicht ganz so intensiv. Vielleicht weil ich schon wusste was kommt, oder einfach weil er nicht ganz so perfekt inszeniert war. Trotzdem ist der Twist natürlich auch hier wundervoll und genau richtig für die Geschichte.

Das Ende wurde von Gillian Flynn persönlich extra für den Film adaptiert und abgeändert. Ein großes Manko sicherlich für viele Buchfreunde. Allerdings (ich konnte mich nicht mehr so genau den Schluss erinnert und habe gegoofelt) finde ich die Adaption nicht so unterschiedlich zum Original. Hätte ich nicht zufällig nochmal nachgelesen, wie das Original endet, wäre es mir wahrscheinlich nicht aufgefallen. Natürlich auch weil ich das Buch nicht zeitnah gelesen habe, aber trotzdem war er nicht so drastisch wie ich es mir nach der ein oder anderen Überschrift im Internet erwartet hatte.
Allerdings hat mich das Ende ein wenig mit einem offenen Mund dasitzen lassen. Denn irgendwie kann man sich den Ausgang nicht ganz erklären und hofft doch noch auf die richtige Erlösung.

Alles in allem aber ein toller Film, der trotz Überlänge nicht lang wird. Er ist zwar kein Actionthrill mit tausend Explosionen aber trotzdem spannend und nervenaufreibend. Man fragt sich zwar vielleicht im Nachhinein warum der Film so lange dauert (irgendwie kommt mir die Geschichte gar nicht so lang vor) aber während des Schauens ist man mitten in den Intrigen und Psychospielchen dieser Ehe drin.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...