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Samstag, 25. Oktober 2014

Wenn aus einer Erkältung die Weltbedrohung wird - Fieber

Du kannst deinen Mann verlassen.
Du kannst in ein anderes Land ziehen.
Aber du kannst nicht entkommen...
Alleine der Klappentext spricht für Gänsehaut, da hat sich meine Nase doch glatt hinein gesteckt.


Kate hat genug von ihrer Ehe und zieht von Boston zurück in ihre alte Heimat - nach London. Doch schnell wird ihr hier klar, dass sie scheinbar einige alte Erinnerungen hier verfolgen.Durch Zufall trifft sie auf den Zwillingsbruder ihrer verstorbenen Liebe, der vor 16 Jahren bei einem tragischen Feuer in einer Forschungsstation ums Leben gekommen ist. Sie selbst hat das Feuer damals nur knapp überlebt

Doch schnell stellt sich heraus, dass sowohl Kate als auch Paul, der Zwillingsbruder, Ungereimtheiten in den Unfallvorgängen finden. Das größte Problem, dass Kate keinerlei Erinnerungen an den Unfall hat. Gemeinsam setzen sie sich daran Nachforschungen auf eigene Faust anzustellen. Dass sie sich dabei in einen gefährlichen Strudel hineinziehen ist ihnen nicht bewusst.
Denn was steckt wirklich hinter dem Feuer, dass vor so vielen Jahren die Forschungsstation, die sich die Findung eines einfachen Heilmittels gegen normale Erkältungen zum ziel gesetzt hatte, niedergebrannt hat.


Ich muss zugeben, vom Klappentext her hatte ich mir eine etwas andere Geschichte erwartet. Wenn man allerdings den Titel ernster nimmt, dann kann schon herausfiltern, dass es hier wohl irgendwas mit Fieber im "normalsten" Sinne zu tun hat - der Krankheit.
Es geht um Viren und Ansteckungskrankheiten, Heilmittel und deren Forschung dazu.

Allerdings nicht desto trotz - die Story zieht in den Bann. Kate, die keine Erinnerungen an ihren Aufenthalt in der Forschungsklinik hat und schienbar doch wichtige und vor allem heikle Informationen damals herausgefunden hat. Die Suche danach, das Nachboren, das Hineinstochern - Nerven aufreibend!
Man kommt wirklich schnell in die Geschichte hinein, von Beginn an steigt der Adrenalin Spiegel.

Ein wenig dämpfend war dann leider das Ende für mich. Da wurde mir die ganze Geschichte einen kleinen Ticken zu groß, zu weltbeherrschend. Vorher geht es immer nur um diese kleine Gruppe und plötzlich sollen 08/15 Personen die Welt retten? Ein bisschen zu überdramatisch, die eigene Familie retten hätte wohl ausgereicht.

Was allerdings wirklich wunderbar ist, der kleine Schauer, der zum Schluss überbleibt. Ich will nicht spoilern, aber so richtig sicher fühlt man sich auch nach dem Epilog nicht wirklich. Ein bisschen Gänsehaut und Paranoia bleibt da schon übrig. Insbesondere jetzt in der größten Schnupfen-Zeit ;)

Denn ganz ehrlich, der Erscheinungstermin hätte wohl nicht besser gewählt werden können. Eine "Fieber" Titel zur Zeit der ersten Warnungen für die diesjährige Grippewelle herauszubringen - kein schlechter Schachzug. Jeder dritte kämpft wahrscheinlich sogar jetzt schon mit der ersten kleinen Erkältung, ich will gar nicht wissen wie viele bald mit wirklichen Fieber-Erkranungen und dieser Lektüre im Bett liegen. Da geht man dann gerne mal schnell zum Arzt und holt sich Antibiotika um schnell wieder auf den Beinen zu sein.

Ein wirklich guter Thriller, der es weiß zu unterhalten und auch zu fesseln. Lange kann man "Fieber" ziemlich sicher nicht weglegen. Allerdings war mir eben das Ende wirklich zu groß, zu aufgesetzt.
Darum leider ein bisschen Abzug.


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