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Mittwoch, 10. September 2014

Drogen, Nutten und das düstere Hollywood - Black Neon

"Sick City" hat mich vor zwei Jahren schon in seinen Bann gezogen mir der düsteren und nebelverhangenen Darstellung der harten Drogenszene. Jetzt ist mit "Black Neon" mehr oder weniger die Fortsetzung dazu im Taschenbuch auf den Markt. Darum war es wieder Zeit in die Hintergassen der amerikanischen Städte abzubiegen und in die Szene abzutauchen.


Jacques Setzer hat mit seinem Film "Dead Flowers" einen Hit gelandet und danach seine Karriere als Künstler für eher fragwürdige und dunkle Werke. Doch seit Jahren hängt ein zweiter Film in der Luft mit dem mysteriösen Namen "Black Neon" den Jacques allerdings nie wirklich in die Hand genommen hat. Doch jetzt fließt das Geld und der Film soll realisiert werden. Doch dafür will Jacques ganz nach unten in die wirkliche Szene voller Drogen und Prostitution.

Auf den Fersen von Nutten, Süchtlern und Dealern zieht man durch das düstere L.A. auf der Suche nach der harten Realität der Szene.


Wer "Black Neon" lesen will, der sollte nicht unbedingt ein leichtes Gemüt haben wenn es um Drogen, Nutten und Zuhälter geht. Denn "Black Neon" ist ein Streifzug durch die verschiedenen Leben auf der harten und dunkelsten Seite des Lebens in einer der hellsten Städte Amerikas - Los Angeles.

Auf den Fersen von durch die Bank drogensüchtigen Charakteren begibt man sich auf einen Trip durch die dreckigsten, kriminellsten und brutalsten Ecken von Hollywood. Von Unmengen an Drogenkonsum und den schrecklichen Qualen wenn der Stoff ausgeht wird man ebenso in die Grausamkeiten der Prositution bis hin zur Vergewaltigung mit hineingezogen. Alles ohne die Hand vor den Mund oder die Augen zu halten - eine harte und ebenso schreckliche Realität.

Darum sollte man "Black Neon" wirklich nicht lesen, wenn man nur nach einer unterhaltsamen Lektüre für zwischendurch sucht. Denn "Black Neon" wird nicht ohne Grund bei Heyne Hardcore aufgelegt - es ist eine Hardcore Geschichte die einen schon einmal an die Grenzen des Geschmackes  bringen kann.

Allerdings schafft es "Black Neon" trotzdem den Leser irgendwie auf eine Schiene der Sympathie zu den Charkteren zu bringen. Kennt man den ein oder anderen noch aus "Sick City" so bringen trotzdem auch die neuen Charaktere einen guten Schwung in die Geschichte. Denn man will einfach wissen, was für ein Schicksal diese zum Teil wirklich leidigen Kreaturen erwartet und wie sie weiter in der Drogenspirale versinken.

Eine kleine wenn auch sehr feine Ergänzung sind die wenigen Bilder, die in der Taschenbuchausgabe dazu gestreut werden. Denn hier sieht man die Hauptcharaktere in zugleich so wunderschönen und auch so aussagekräftigen Bildern, dass man sie einfach nur gerne ansehen will. 
"Black Neon" ist ein Roman über die Schattenseiten der Schattenseiten - viel weiter hinunter kann es wahrscheinlich nicht mehr gehen. Doch trotzdem ist die Story so packen, gerade weil sie so ehrlich und schamlos ist, dass es sich wirklich auszahlt in diese Dunkelheit abzutauchen.


N9erz

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