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Freitag, 22. August 2014

Mehr Dystopie, weniger Romanze - Unravel Me

Wenn man schon eine Trilogie beginnt, die komplett herausen ist und sich nach dem ersten Teil dazu entscheidet auch weiter zu lesen, dann hängt man seine Nase im besten Fall natürlich sofort in Teil 2 hinein.
Also nicht lange reden sondern in "Unravel Me" eintauchen und zusehen, ob das gut gelungene Ende von "Shatter Me" weitergeht oder die etwas nervtötende Liebesgeschichte wieder kommt.


Juliette ist in Point Omega angekommen und steht vor einem ganz anderen Leben, als sie bis jetzt erlebt hat. Sie ist nicht die einzige, die eine Gabe besitzt, auch wenn ihre immer noch tödlich ist. Doch sie befindet sich jetzt in einer Gesellschaft, die sie akzeptieren kann - wenn sie es selbst zulässt.

Neben den Probleme, die Juliette immer noch damit hat sich darauf einzulassen anderen Personen zu vertrauen, steht der Omega Point allerdings noch einer ganz anderen Herausforderung gegenüber. Denn Warner wird nicht so einfach aufgeben, jetzt wo er von Juliette verwundet wurde. Der Omega Point befürchtet einen Angriff und muss sich dafür rüsten.
 

Von Beginn weg, steigen wir hier in eine weitaus action reichere Geschichte ein, als im ersten Teil. Die Liebesgeschichte von Juliette und Adam geht zwar weiter (wenn auch auf einer etwas anderen Ebene als in "Shatter Me") , jedoch steht die Institution des Omega Point und die Bedrohung durch das Reestablishment mehr im Vordergrund. Eine ideal Weiterführung, bei der die Dystopie die Überhand gewinnt und die Liebesgeschichte mit all ihren Problematiken einen abwechsungsreichen Nebenfaktor gibt.

Nachdem mir der Charakter der Juliette erst am Ende von "Shatter Me" sympathischer wurde, weil sie endlich eine gewisse Stärke gefunden hatte, fällt das leider relativ schnell wieder zusammen. Sie versinkt binnen kürzester Zeit wieder im Selbstzweifel. Auch wenn diese immer wieder durch "starke" Momente abgewechselt werden, so ist ihr Selbstvertrauen immer noch ziemlich am Boden. Manchmal kann man sich da schon denken, dass sie wirklich einfach nicht stärker werden will.
Genau deshalb war auch eine meiner Lieblingsszenen, wie Kenji ihr einmal richtig die Meinung geigt. Genau das hätte ich wahrscheinlich schon lange vorher gemacht. Immerhin wollte ich ihr schon in "Shatter Me" einfach mal richtig ins Gesicht schreien.

Was mich ein wenig gestört hat ist, das Juliette allerdings was ihre anscheinend aller tiefsten Gefühle betrifft, sehr sprunghaft zu sein scheint. Denn scheinbar braucht man ihr nur eine ergreifende Geschichte zu erzählen und Juliette verliert sich in positiven Gefühlen zu dieser Person. Ein wenig gar leicht zu überzeugen und ein guter Punkt um danach wieder - wer hätte es gedacht - in Selbstgeißelung zu verfallen. Ich will hier nicht zu sehr darauf eingehen, das wäre wohl doch ein wenig viel Spoiler, aber das musste ich einfach anbringen.

Aber nicht nur Juliette durchlebt eine (wenn auch durchwachsene) Wandlung, auch Adam lernt man hier von einer ganz anderen Seite kennen. Denn wenn er in "Shatter Me" noch eindeutig der weiße Ritter war, so bekommt er hier einiges an Rissen - denn auch für ihn ist nicht alles so einfach wie es scheint.

Was mich wirklich überrascht hat war, dass die Geschichte selbst es wirklich immer wieder doch auch schafft wirkliche überraschende Wendungen einzubauen. An der ein oder anderen Stelle ist mir schon ein bisschen die Luft weggeblieben weil ich mit den Ereignissen überhaupt nicht gerechnet hatte. Die Story ist damit wesentlich spannender - insbesondere durchgehend spannender als der erste Teil. Denn die Liebesgeschichte nimmt wie erwähnt eben nicht einen Großteil der Seiten ein sondern der Fokus bleibt auf der Dystopoe.

Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die vor allem die guten dystopischen Teile von "Shatter Me" aufnimmt und weiterführt. Immer noch mit einem Hauptcharakter der sich selbst gerne im Selbstmitleid badet, allerdings zumindest schön langsam eine gewisse Stärke zu bekommen scheint.


N9erz

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