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Mittwoch, 20. August 2014

Galileo Big Pictures ohne Sinn - Lucy

Ein Trailer der eine interessante Idee verspricht, eine Schauspielerin die doch zu meinen Favoriten zählt gemischt mit Action und einer Prise Science Fiction. Das klingt nach "Lucy" und einem Film der mich ins Kino zieht. 
Doch wie sich herausgestellt hat - manchmal sollte man anderen Onlinerezensionen doch Glauben schenken und nicht einfach nur denken, dass sowieso nur negative Dinge gepostet werden.


Der durchschnittliche Mensch verwendet nur 10% seiner Hirnfähigkeit. Wir sind limitiert darauf und kaum ein Organismus verwendet mehr Prozent. Doch was passiert, wenn man es schafft, doch die volle Leistung freizuschalten?

Lucy gerät eigentlich unschuldig in einen neuen Drogenring. Doch einmal darin gefangen, ist es gar nicht so leicht wieder daraus hinaus zu kommen. Sie soll einen neue synthetische Droge nach Europa schmuggeln - in ihrem Bauch eingepflanzt und versteckt. Doch bei ihrem Transport geht etwas schief und sie gerät in Gefangenschaft. Nachdem sie sich wehrt muss sie einiges an Prügel einstecken - leider auch direkt in den Bauch. Dabei platzt das Päckchen mit der Droge und ihr Körper wird mit einer Überdosis belastet. Doch sie erleidet nicht wirklich Schaden, sondern die Droge schaltet Schritt für Schritt ihre Gesamtleistung des Hirns frei. Und macht es ihr möglich übermenschliche Dinge zu leisten.


Die Idee hinter der Geschichte klingt wirklich gut. Dass wir Menschen dank unserer enormen Hirnwindungen wahrscheinlich zu viel mehr möglich wären als wir nutzen ist wahrscheinlich gar nicht so weit hergeholt. Doch was dieser Film darauf macht, wird irgendwann schon lächerlich.

Auch wenn der Trailer schon zeigt, dass man hier keinen reinen Action Film erwarten darf, sondern der Science Fiction Einschlag doch sehr groß ist - so ist man auf einiges übernatürliches gespannt. Doch irgendwann reißt der Faden. Während Lucy zu Anfang scheinbar übermenschlich schnell lernt und denkt und auch so einiges an technischen Fähigkeiten dazubekommt kann man sich irgendwo noch erklären. (Oder zumindest einfach akzeptieren.) Doch was mach etwa 60-70% freigeschaltener Hirnleistung passiert wird dann irgendwann doch ein bisschen zu viel. Und vor allem die 90 und 100% sind dann schon sehr overspaced und hirnrissig.

Ich habe mir ja wirklich Sci-Fi Action erwartet, aber dass man daraus so viel Sci-Fi Acition Scheiße machen kann, war mir nicht klar. Ich bin bei Filmen auch grundsätzlich für vieles offen und sicher nicht derjenige, der immer den Sinn dahinter sucht, aber der Film hat sogar bei mir den Vogel abgeschossen. Ich suche im Kino Unterhaltung (und das gerne mal auch auf einem sehr niedrigen Niveau) aber das war einfach zu wenig.

Zudem hatte ich zu Beginn stellenweise wirklich das Gefühl mir hier keinen Film sondern eher eine Ausgabe von Galileo Big Pictures auf einer riesen Leinwand anzusehen. Man wird mit einer Vielzahl (wenn auch wunderschönen) Weltenbildern übrschüttet, die aber irgendwie dann so doch nicht in den Film passen. Stellenweise ergeben sich wirklich witzige Passagen dadurch, aber trotzdem kann ich mir Galileo (mit einem Thema meiner Wahl) auch gut und gerne daheim ansehen.

Bezeichnend für den Film war auch, dass eine Vielzahl der Zuseher (und das Kino war wirklich gut gefüllt eigentlich) anscheinend sogar während dem Film den eigenen Facebook Account interessanter fanden als den Film, für den wir doch durch die Bank alle gezahlt hatten. Da wurden einige Handys aus der Tasche gezogen um die relativ kurzen 90 Minuten interssanter zu gestalten. 
Außerdem hatten wir irgendwie vorher die Wette angefangen, dass im Verlauf des Filmes im Saal irgendwann der Ausspruch "Was für ein Scheiß" oder ähnliche Abwandlungen davon durch die Reihen gehen würde. Siehe da - wir hatten Recht. Nicht nur einmal konnte man das von unterschiedlichen Seiten hören - ich gestehe auch einmal von mir selbst.
Man sieht - wir waren eigentlich auf "Scheiß" vorbereitet, haben aber nicht mit so viel echtem Scheiß gerechnet.

Wer es sich leisten möchte - der kann gerne. Ich empfehle bei 70% Hirnleistung von Lucy das Kino zu verlassen. Dann hat der Film sogar noch irgendwas. Aber das Ende spaced einfach viel zu sehr ab und ruiniert alles. Der Film lebt wahrscheinlich nur von zwei großen Namen - Scarlett Johannson und Morgan Freeman - das war es dann abaer auch schon.
Eigentlich schade, denn die grundlegende Idee hat es mir wirklich angetan.


N9erz

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