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Sonntag, 13. Juli 2014

Flüchten auf Meisterklasse - Die Keime

Die Geschichte klingt genial - eine dystopisch, science fiction angehauchtes Zukunftsszenario. Da bin ich natürlich dabei und freu mich doppelt, wenn mir die Autorin selbst das Werk zum Lesen anbietet.


Avery und Skar sind auf der Flucht - auf der Flucht vor den Häschern, die es auf Leute wie sie, auf Keime, abgesehen haben. Denn das höchste Gut der Menschheit wurde zerstört, eine Wiedergeburt ist nicht mehr möglich. 
Verantwortlich gemacht werden dafür die Keime und darum sollen sie ausgerottet werden und die große Jagd nach ihnen ist eröffnet. 

Averys und Skars einziger Ausweg aus der dauerhaften Flucht - all ihre Vergangenheiten durchforsten und es endlich auf die nächste Stufe zu schaffen - zu splittern. Denn wenn sie das Stadium des Keimes überstanden haben sollten sie sicher sein.


Die Idee hinter der Geschichte ist neu und wirklich gut. Die Menschheit durchlebt in der Zukunft unabhängig von ihrem Alter vier Stadien. Vom Keim, zum Splitter, zum Herzen und zuletzt zur Asche. Nach dem Durchlauf dieser Stadien kommt die Wiedergeburt und jede Seele kehrt auf die Erde zurück. Durch das Erforschen der alten Leben in Form ihrer Träume scheinen die jeweils nächsten Stadien erreichbar zu werden, doch wie genau der Aufstieg funktioniert weiß niemand so genau.
Doch genau diese Wiedergeburt ist seit kurzem nicht mehr möglich und schuld daran sollen die Keime sein, weshalb Jagd auf sie gemacht wird.

So viel zu der Grundidee, die ich wie gesagt eigenlich wirklich sehr interessant und gut finde. Allerdings dauert es leider sehr lange, bis man dieses System der Zukunft zum ersten Mal richtig durchschaut. Ich hab einiges an Zeit gebraucht, bis diese ganze Funktionsweise irgendwie Sinn ergeben hat und zumindest für mich endlich Platz für die Geschichte der Personen gemacht hat.

Damit komme ich auch gleich zu der grundsätzlichen Geschichte rund um Avery, Skar und einige weitere Personen. Diese besteht in ihren Grundelementen eigentlich nur aus einem: Flucht. Zu Beginn befindent sich Avery und Skar auf der Flucht, dann fliehen sie in eine andere Stadt und wollen von dort wieder weiter - wieder auf der Flucht und immer mit der Gefahr entlarvt zu werden. Viel mehr passiert irgendwie nicht. Klar, Avery sucht in ihren Träumen nach einem Weg zu splittern aber die Flucht domieniert das Geschehen doch sehr stark. Zu Anfang auch gar kein Problem, aber gegen Ende hab ich mir doch ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht - die kommt zwar auch, aber erst sehr spät!

Zu den Charakteren im Buch bin ich zwiegespalten. Avery wirkt irgendwie hochgestochen und doch so schüchtern, darum bin ich irgendwie nicht so wirklich warm geworden mit ihr. Über die meisten anderen Charaktere erfährt man nicht ganz so viel, einige wenige werden sogar nur in einzelnen eigenen Kapiteln vorgestellt um danach nie wieder aufzutauchen und anscheinend erst im Fortlauf der weiteren Geschichte einen Part zu übernehmen. Das macht einerseits ja Spannung aber andererseits hat es bei mir auch immer wieder Verwirrung gestifftet.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist die Sprache des Buches. Diese ist sehr gehoben, geschwollen oder gar philosophisch. Ich würde fast bedeutungsschwer sagen. Es dauert einiges an Eingewöhnungsphase bis man (oder zumindest ich) endlich in diesen Ausdrucksweisen drinnen war und so richtig schön durchlesen konnte. Immer wieder wird in die Wolken gegriffen und sehr viel bildlich in die Gedanken gelegt, was dazu geführt hat, dass ich irgendwie nur sehr schweren zu eienm flüssigen Lesefluss gekommen bin. Vor allem in Paarung mit der Verwirrung über die Systematik dieser Zukunft hat mir das den Einstieg doch recht schwer gemacht.

Erst gegen Ende bin ich wirklich in das Buch hinein gekommen und habe mich mit dieser Welt endlich abfinden können. "Die Keime" ist der Auftakt einer 8-Bände starken Reihe, was auch erklärt, warum so viele Fragen in der Geschichte auch am Ende noch offen bleiben. Sehr viel Wie, Warum und Weshalb, Woher und Was steht am Ende nach dem Lesen, doch immerhin wird Stoff und Anregung zum Weiterlesen gebraucht wenn hier noch einiges folgen soll!
Trotzdem kann ich jetzt nicht sagen, dass ich unbedingt weiter lesen muss. Die Geschichte macht gerade gegen Ende schon wirklich Lust auf mehr, da es aber durch die Sprache und die Komplexität der zukünftigen Welt (oder auch durch die vielen ungeklärten Fragen) doch sehr intensiv zu lesen war, brauch ich jetzt erst mak eine Pause.

Leider nur recht wenig Punkte, obwohl sich die Idee (und ich glaube auch wirklich die Fortsetzungen) wahrscheinlich mehr verdienen würde.


N9erz

1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch vor einer ganzen Weile auch gelesen und mein Eindruck war ähnlich. Viiiele offene Fragen, weshalb ich Teil 2 auf jeden Fall auch lesen werde. Den habe ich sogar schon hier. Allerdings bräuchte ich wohl noch einmal eine Zusammenfassung des ersten Teils, bevor ich damit anfange.

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