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Samstag, 28. Juni 2014

Zeitverschwendung im Kino - A Million Ways to Die in the West

Ja ich gehe gerne ins Kino. Dementsprechend muss ich zugeben auch schon viel Mist gesehen zu haben aber zumindest trotzdem unterhalten worden zu sein. Aber es gibt für alle ein erstes Mal und diesmal hab ich einmal wirklich tief in die "Schafskacke" gegriffen.


Albert ist Schafszüchter und damit auch in der Einöde des wilden Westen, Old Stump, nicht gerade das Objekt der Begierde. Trotzdem er Cowboy ist hat er noch nie einen Revolver abgefeuert, geschweige denn ein Duell begonnen oder war auch nur Teil einer alltäglichen Kneipenschlägerei. Genau deshalb wendet sich seine Freundin Louise auch von ihm ab. Er ist schlich und einfach zu langweilig für sie.

Doch genau in diesem Moment taucht die hübsche Anna in Old Stump auf und stellt einiges auf den Kopf. Sie will Albert helfen, der den neuen Lover von Louise zum Duell herausgefordert hat - in einer Woche. Somit muss Anna Albert innerhalb von nur sieben Tagen das Schießen beibringen.
Doch woher weiß Anna so genau wie man einen Colt hält und abfeuert? Mag es vielleicht daran liegen, dass sie verheimlicht hat, dass ihr Gatte (den sie irgendwie gar nicht so gern zu haben scheint) einer der gefürchtete Ober-Banditen ist?


Eigentlich hätte ich gewarnt sein sollen, da der Film von den Machern von "Ted" ist und ich schon diesen Streifen nicht sonderlich ausstehen konnte. Doch ich wollte dem ganzen eine zweite Chance geben. Ich bin ohne jegliche Erwartungen in diesem Film gegangen und trotzdem wurde ich immens enttäuscht!

Das einzige was ich mir erwartet habe, waren Witze unter der Gürtellinie - und das zuhauf! Die habe ich auch bekommen. Daran kann ich mich gar nicht so sonderlich stören, mein Problem: die Witze waren schlecht, abgedrochen, ausgelutscht und extrem aufgesetzt. Nicht ein einziges Mal ist mir ein Lachen über die Lippen gekommen und gerade zwei mal hat sich ein winziges Schmunzeln während der 116 langwierigen Minuten auf meine Lippen verirrt.
Es gab irgendwie keinen Witz, den man nicht schon kannte und tausendmal woanders gesehen hat. Ja die ersten paar Minuten mag es noch witzig sein nur über vulgäre Dinge zu lachen, doch irgendwann ist das Mass voll und es reicht dann aber auch. Aber der Film gönnt sich keine Verschnaufpause und legt nach jedem Witz über Scheiße oder Sex nochmal den nächsten drauf. Irgendwie langweilig.

Die Story gibt dabei auch nicht viel mehr her, das hat man sich wahrscheinlich auch nie erwartet. Ein wenig Geplänkel hier ein bisschen Herumgeplapper da - Sinn sucht man natürlich vergeblich. Wären die Jokes wirklich lustig, würde das auch gar nicht stören aber so findet man eine 08/15 Wild Western Lovestory (ja schnulzig wird es dann auch noch ein bisschen) die Salz und Pfeffer vermisst.

Ein riesen Manko, dass der Film ebenfalls hat, sind die Synchronstimmen beziehungsweise ihre Lippensynchro. Die ist einfach nur grottig schlecht. Man merkt, dass hier einfach nur versucht wurde die Jokes irgendwie in die Lippenbewegungen hineinzuquetschend - was leider nicht gelungen ist. Ab der ersten Minute hat mich diese extrem Unsynchronität wirklich genervt.
Zusätzlich dazu hat Albert (Seth Mc Farlane) natürlich auch seine normale Synchonstimme von Peter Griffin aus Family Guy und so kommt es, dass man ihm zu keiner Zeit auch nur einen Funken Ernst entgegen bringen kann. Ich hatte die ganze Zeit Peter Griffin auf dem Schirm und konnte mich davon auch einfach nicht losreißen. Wäre Albert Peter Griffin als Comic Figur in einer realen Welt gewesen, dann wäre das wahrscheinlich sogar lustiger gewesen.

Wovon der Film als einziges zu leben scheint ist die Besetzung. Denn so mies der Film war, so gut liest er sich wenn man sich nur den Cast ansieht. Warum sich Größen wie Liam Neeson oder Charlize Theron dafür hergegeben haben bleibt mir jedoch ein Rätsel. Leider können die den Film aber auch nicht retten.

Der Film hat mich nicht nur ohne Erwartungen extrem enttäuscht, er hat mir auch zwei Stunden meines Lebens gestohlen. Ich hatte kurzfristig während des Filmes wirklich damit spekuliert einfach meinen eReader auszupacken und mein Buch weiterzulesen. Die Zeit wäre auf jeden Fall besser investiert gewesen.
Doch der Film darf sich sogar mit seinem eigenen perfekten Zitat schmücken: "Ehrlich - der wilde Westen ist total scheiße!"


N9erz

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