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Dienstag, 22. April 2014

Unheil - Wolfgang Hohlbein thrillt mit dem Vampir

Lang lange ist es her, dass ich einen Hohlbein gelesen habe. Wenn dann waren es auch immer eher Fantasy Abenteuer in mystischen Welten die Begeisterung hervor gerufen haben.
Jetzt habe ich "Unheil" entdeckt - einen Roman/Thriller/Krimi von Hohlbein und die  Empfehlung der Lausitzer Rundschau am Rückencover hat mich überzeugt.
>>Horror vom Feinsten.<<


Ein bestialischer Killer, von der Polizei der "Vampir" genannt, treibt sich in der Stadt herum und saugt seinen Opfern nach grausamer Folter das Blut heraus. Die Polizei hat keine Spur und steht vor einem großen Rätsel.

Die Ermittlerin Conny ist die einzige die Hinweise zu dem Fall hat. Von einem mysteriösen Unbekannten bekommt sie eine Mail mit eindeutigen Hinweisen zum Täter - und macht sicher kurzerhand auf eigene Faust auf die Ermittlungen.
Wider ihrer Erwartungen trifft sie wirklich auf den gesuchten "Vampir" und kann einen weiteren Mord verhindern, der Täter entkommt ihr allerdings. Sie selbst entgeht dabei nur knapp lebensbedrohlichen Verletzungen.

Doch wie es scheint, hat der Täter es jetzt auch die Ermittlerin abgesehen und Conny rutscht gefährlich ins Visier des "Vampirs". Kann ihr mysteriöser Informant ihr weiterhin helfen? Oder schafft der blutsaugende Übeltäter es Conny's Leben zu zerstören?


Zu Beginn war ich skeptisch. Die ersten Kapitel boten mir nicht unbedingt das Maß an "Horror" oder Thrill das ich erwartet hatte. Doch dann kam die Wende und ich konnte das Buch kaum mehr aus den Fingern geben. Die zweite Hälfte des Buches habe ich nur so in mich hineingesaugt. 
Wenn ich nicht gerade Nachts mit Buchlampe gelesen habe und stellenweise in der Finsternis ein so mulmiges Gefühl bekommen habe, dass ich für kurze Zeit aufhören musste zu lesen ;)

Der Horror der einem in diesem Buch vermittelt wird, ist so einfach und unterschwellig, dass er unter die Haut geht. Diese Verfolgung des Unbekannten bringt den Leser gerade dazu, selbst dauernd über die Schulter zu schauen und beinahe jeden Schatten als verdächtig zu werten.
Empfindlichere Gemüter sollten "Unheil" auf jeden Fall lieber bei Licht lesen und nicht in der Nacht.

Die Charaktere sind zwar teilweise sehr stereotypisch, machen durch ihre klaren Unterschiede aber auch wieder den Reiz der Geschichte aus. Conny, die weibliche Ermittlerin, die immer im Zwiespalt zwischen ihren eigenen Ermittlungen und der Zusammenarbeit mit der Polizei steht. Eichholz - ihr Chef - der eindeutig den "bösen Cop" spielt und Trausch - ihr Kollege - der ihr einerseits Glauben schenken will und sich aber doch seinem Job verpflichtet fühlt. 
Gerade diese klare Abgrenzung welche Position die Charaktere einnehmen gibt der Geschichte so einen realitätsnahen Faktor. Jede der Personen hat mit ihren eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen und trotzdem haben sie ein gemeinsames Ziel - den "Vampir" zu fassen.

Was man sich trotz der Bezeichnung des Täters als "Vampir" von dem Roman nicht erwarten sollte, ist ein Hohlbein typischer Vampir Roman. Es handelt sich "mehr" um einen Krimi/Thriller mit ein wenig mystischem Einschlag also um wirklich mythologische Wesen. Ohne zuviel vorweg zu nehmen kommen zwar schon auch vampirähnliche Gestalten (oder eben vielleicht auch nicht) vor - allerdings in einem so geringen Maße, dass es sich hier wirklich um einen "realitätsnahen" Hohlbein Roman und nicht um ein Vampirspektakel handelt. 
Doch gerade das hat mir gefallen, dass wir uns auf realem Boden befinden und nicht in einer mystischen anderen Welt. Einmal eine Abwechslung für Hohlbein.

Was für mich allerdings genau aus diesem Grund etwas übertrieben war, war der Epilog. Das Ende kommt (wenn auch teilweise schon ein wenig vorhersehbar für Leute die zwischen den Zeilen lesen können) doch noch mit der ein oder anderen Überraschung und findet dann sein fulminantes und kurzweiliges Ende. 
Doch der Epilog war dann in meinen Augen etwas zu viel. Insbesondere die letzten Sätze und "Erklärungen" passen irgendwie nicht so wirklich zu der gesamten Geschichte und setzen die Protagonistin von einer Zeile auf die ander so stark in ein anderes Licht, dass es schon etwas aufgesetzt wirkt.
Allerdings sollte man sich nur wegen einem Epilog nicht das Buch vermiesen lassen ;)

Für mich war es wirklich ein Lesespaß für schnelle spannende Stunden. Vor allem wenn man bedenkt, dass "Unheil" doch mit über 600 Seiten auffährt war ich wirklich schnell wieder fertig mit dem Buch. Was nur Gutes bedeuten kann! Darum vielen Dank an Piper für das zur Verfügung stellen des Buches!

N9erz

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