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Sonntag, 13. April 2014

A Long Way Down - Nick Hornby kommt wieder auf die Kinoleinwand

Momentan bin ich ein bisschen auf dem Aaron Paul Trip. Nachdem wir gerade Breaking Bad schauen und "Need For Speed" gesehen haben mussten wir uns natürlich auch "A Long Way Down" reinziehen.
Eine Drama-Komödie die auch gleichzeitig noch eine Buchverfilmung ist, spricht nichts dagegen. Auch wenn ich einmalf das Buch nicht gelesen hab dazu ;)


Einer der beliebtesten Orte für Selbstmorde in London und eine der beliebtesten Nächte des Jahres für Selbstmorde. Eigentlich sollte jedem da schon klar sein, dass man zu Silvester auf dem Dach des Topper's House nicht ganz alleine ist. Das sich dann aber sogar vier Personen gleichzeitig für ihren Sprung in den Tod entscheiden ist doch etwas unerwartet. 
Neben Martin Sharp, bekanntem Ex-Frühstücks Moderator, begegnen sich noch die einsame Hausfrau Maureen, die schwererziehbare Politikertochter Jess und der erfolglose Lebemann J.J auf dem Dach. Die vier haben eigentlich nichts gemeinsam - außer dass sie sich alle zum selben Zeitpunkt am selben Dach in den Tod stürzen wollten.

Doch gemeinsam schließen sie einen Pakt - sie überleben. Zumindest bis zum nächsten Valentinstag. Eigentlich sollten sich ihre Wege hier wieder trennen, doch das Schicksal will es anders und die vier stehen am nächsten Tag mit ihrer Geschichte in der Zeitung. Deshalb handeln sie gemeinsam den Plan aus, aus der ganzen Sache noch Profit zu schlagen und ihre Geschichte zu erzählen.
Doch mit der Presse läuft nicht alles so wie die Vier es gerne hätten und so gerät schnell alles aus den Fugen.


Eigentlich ein Drama wie es ergreifender nicht sein könnte. Vier Personen, mitten in ihrem Leben, wollen sich das Leben nehmen weil sie keinen Sinn mehr sehen. Alleine der Gedanke daran erzeugt einem schon eine beklemmendes Gefühl. Doch das Schicksal meint es gut und gibt allen Vieren noch eine zweite Chance das Leben auf die Reihe zu kriegen.

Die Geschichte an sich ist wirklich herzzerreißend. Vier Schicksale wie das Leben sie schreibt, eines schlimmer als das andere und doch alle nicht wert das Leben komplett aufzugeben. Doch alle vier Protagonisten haben nicht mehr die Kraft alleine weiter zu gehen.
Erst als sie gemeinsam erkennen, dass sie trotz dem sie sich nicht kennen nicht alleine sind versuchen sie den Neustart. Wie es scheint soll dieser Neustart ihre vier Wege auch nicht mehr trennen.

Durchzogen mit einigen witzigen Elementen wird dieser doch sehr ernste und tragische Film aufbereitet für die Massentauglichkeit auf der Kinoleinwand. Ihn als Komödie zu bezeichnen (wie er in vielen Kino Programmen gelistet ist) ist allerdings übertrieben. Der Film lebt von der spürbaren Verzweiflung und Verletzlichkeit der Charaktere und bringt diese auf eine wunderbare und schöne Weise hervor.
Ein wirkliches Drama sollte man allerdings auch nicht erwarten. Dazu sind die Charaktere zu liebeswert und verlaufen sich dann doch zu oft in allzu komische Ereignisse. Eine Drama-Komödie also wie sie sein soll.

Unterhaltsame Kinominuten für alle die, die gerne auch mal die grauen Hirnzellen nicht ganz abdrehen wenn sie im Kinosessel gelandet sind. Allerdings sollte man mit dem bedrückenden Gefühl das man beim Verlassen des Kino hat auch richtig umgehen - am besten vielleicht mti dem Entschluss sein Leben immer auf die beste Art und Weise zu leben, ganz egal was auch irgendwann kommen mag.

Ich hab es genossen auf der Kinoleinwand wieder einen Film (und auch eine Buchverfilmung) zu sehen, die nicht nur von Action oder Science Fiction lebt. So gerne ich Dystopien und Fantasy auch habe, so sehr nerven mich die vielen dystopischen Buchverfilmungen mittlerweile schon fast. Das sage ich hier allerdings ganz ohne Bewertung ob die Filme gut sind oder schlecht - einige davon habe ich gar nicht gesehen sondern nur gelesen.
Da macht es wirklich wieder Spaß einen etwas ernsteren und trotzdem gelungenen Film über die Thematik des Leben und (freiwilligen) Sterbens auf der Leinwadn zu sehen.

N9erz

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