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Mittwoch, 8. Januar 2014

Winter is Coming - A Game of Thrones von George R.R. Martin

Gleich vorne Weg - ich war von Beginn an kein großer Game Of Thrones Fan. Die Bücher habe ich (vor der Serie natürlich) nicht gekannt und von der Serie habe ich ein oder zwei Folgen gesehen die mich so gar nicht überzeugt haben.
Damit war die Geschichte für mich abgehackt und kein Game Of Thrones für mich.

Irgendwann im Dezember hat mich dann allerdings die große Neugierde gepackt. Scheinbar alle sind im Game Of Thrones Fieber und irgendwo her muss das ja kommen.
Also habe ich mich mehr oder weniger schweren Herzen dazu entschlossen mir den guten George R.R. Martin doch auch zu Gemüte zu führen und kurzer Hand (danke Amazon für deine vorweihnachtlichen Blitzangebote) gleich mal die ersten 5 Bände im Schuber bestellt.
Ob sich der Impulskauf (trotz extrem günstigen Preis) ausgezahlt hat, hat sich zumindest schon teilweise gezeigt.


Ein Königreich in dem die Jahreszeiten sich selbst über Jahr hinweg erstecken können, sieben Lordschaften die über ihre Länderein gebieten und ein König - das ist der Kontinent Westertos.
Friedlich lebt das Königreich vor sich hin, so scheint es zumindest. Denn die Hand des Königs ist aus dem Leben geschieden - ob eines natürlichen Todes oder eines Mordes ist hierbei nicht ganz so sicher.
Doch König Robert Baratheon hat schnell Ersatz gefunden und holt seinen langjährigen Freund Eddard Stark neben sich nach King's Landing. Doch hinter der Hand des Königs spinnt sich bereits ein Netz aus Intrigen und geheimen Machenschaffen um die Krone an ein anderes Familiengeschlecht weiterzugeben.

Sei Westeros damit nicht schon mit intriganten Problemen gestraft genug, so zieht auch der Norden des Königsreiches seine Aufmerksamkeit auf sich. Denn hinter der großen Mauer erstreckt sich der "Haunted Forest" und die alten mystischen Kreaturen scheinen nach einem jahrelangen Fernbleiben auch ihr Interesse an den Länderein des Königreiches zu haben.

Zeitgleich auf einem anderen Kontinent versucht das ehemalige Herrschergeschlechts Targaryen sich selbst wieder auf den Weg nach Westeros zu machen. Denn die eigentlichen neuen Thronanwärter wollen ihr altes Recht zurück.


 Was hier in erster Linie nach einem kurzen Beginn der Geschichte klingt, ist im Prinzip schon beinahe alles was auf geballten 800 Seiten passiert. Natürlich nicht komplett und auch das "Ende" der Geschichte ist hier durchaus nicht ersichtlich allerdings im Groben umfasst das Teil 1 des Mythos schon mal recht gut. Davon sollte man sich allerdings jetzt mal nicht gleich enttäuschen lassen.

Denn die Geschichte an sich ist natürlich wesentlich verstrickter, verzwickter und hinterhältiger als in so wenigen Sätzen zusammengefasst. Es wird gelogen, betrogen, verheimlicht und gemeuchelt was das Zeug hält. Dabei wird weder vor dem König noch vor eigenen Familienmitgliedern halt gemacht.
Wirklich kein nettes Völkchen auf das man da in Westeros stößt ;)

Wer Game of Thrones als die Serie kennen gelernt hat, in der es nur um Intrigen, Sex und Mord geht, der liegt damit mal nicht ganz so falsch. Während königliche Machtspielchen und Streiterein um die Thronfolge (oder auch nicht) das ganze beherrschen kommen auch die lüsternen Gefühle der Protagonisten nicht zu kurz. Ein kleines Volk von Nackedeis, aber Geheimnisse sollen sich ja anscheinend auch im Bett am einfachsten herausfinden lassen.
Wenn dann mal die großen Streiterein so richtig anfangen, dann wird auch endlich Blut vergossen. Und das nicht zu knapp. Immerhin geht es hier um ein Königreich, da kann schon mal der ein oder andere Kopf rollen oder hunderte vielleicht sogar tausende von Menschen in der Schlacht liegen bleiben.
Grundsätzlich klingt das ganze immer noch nach einem "normalen" Königsroman. Die strotzen ja grundsätzlich nur so vor Lügen und Blut.

Was Game of Thrones wahrscheinlich so lebendig macht, sind die Charaktere die George R.R. Martin erschaffen hat. Denn die sind wirklich ein Sahnehäubchen für sich. Egal ob man sie lieben lernt oder von Beginn an einfach nur abgrundtief verabscheut. Martin schafft es wirklich Menschen in der Phantasie auferstehen zu lassen die einen Charakter haben. Jeder für sich ist ausgeklügelt und realistisch bis ins Detail und auch wenn dabei nicht seitenlange Charakterbeschreibungen aufgewendet werden so verstehen sich die Personen teilweise fast von selbst.

Womit man allerdings doch rechnen muss bei einem 800 Seiten Werk ist jede Menge Umgebung und vor allem Essen! Mit Beschreibungen hat sich der gute Martin nicht lumpen lassen und geht oftmals sehr ins Detail. Allerdings auch immer mit so einem Enthusiasmus und einer Realität, dass es nicht langweilig wird. Solche Passagen kann man durchaus gerne mal etwas schneller drüber lesen aber trotzdem entstehen wunderbare Bilder der Szenerie.

Was mir persönlich ein klitze kleines bisschen (zumindest jetzt im ersten Teil) gefehlt war der Fantasy Anteil. Game Of Thrones ist wirklich ein wunderbarer historisch angehauchter Königsroman der allerdings doch zur Fantasy zählt - klarer Weise mit mystischen Wesen und Drachen. (Uuh ich sag jetzt Mal nicht Spoileralarmn, denn das weiß ja wohl durchaus jeder der schon mal irgendwas von Game Of Thrones gelesen oder gesehen hat - Memes FTW). Allerdings ist es ja auch erst der erste Teil von momentan fünf, also kann das ja durchaus noch kommen.

Ich werde die anderen Teile sicherlich auch noch lesen (auch wenn ich nach den ersten 800 Seiten jetzt mal zumindest ein Buch Pause brauche) und vielleicht der Serie auch nochmal eine Chance geben. Immerhin kenn ich mich jetzt zumindest schon mal aus.

N9erz

PS: Was mich allerdings extremst aufregt und nichts mit dem Buch selbst zu tun hat ist die deutsche Version der Bücher! Abgesehen davon, das Namen eingedeutscht wurden (Wie unnötig ist das eigentlich in der heutigen Zeit?), warum muss man einen 800 Seiten Wälzer im deutschen auf zwei Bücher aufteilen? Die dann auch noch jedes um die 15 Euro kosten? Das englische Original kostet gerade mal 6 bis 10 Euro!



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