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Samstag, 11. Januar 2014

Ein Wettlauf gegen den Tod - Oneiros Tödlicher Fluch

Ja wir alle sterben irgendwann mal. Hoffentlich nicht allzu bald. 
Wie es wäre unsterblich zu sein hat sich ja wahrscheinlich jeder schon mal so erträumt. 
Doch "Oneiros - Tödlicher Fluch" zeigt mysteriös, dass sich der Tod anscheinend nicht so gerne hintergehen lässt. Und die Welt auf irgend eine Art und Weise trotzdem immer wieder versucht ihn zu umgehen.


3 Personen - 3 Todschläfer. Sie alle haben ihre Gabe gemeinsam. Wenn sie schlafen locken sie den Tod an, doch der Tod kann sie nicht sehen. Und das bringt den Tod äußerst in Rage und er schlägt wild um sich und nimmt jedem Leben im nahen Umkreis stattdessen den letzten Atemzug ab.
Keiner von ihnen hat sich die Gabe oder den Fluch ausgesucht, sie wurden alle damit geboren und müssen damit ihr Leben bestreiten.

Bent Arctander ist nicht nur Todschläfern, er ist gleichzeitig Narkoleptiker und verfällt unter Stress einfach in einen Schlaf. Doch das hat bei ihm unvorhersehbare Folgen, denn damit ruft er den Tod. Mit Tabletten, Kaffe und jede Menge Koffein versucht er so gut wie möglich wach zu bleiben, doch oftmals übernimmt der Stress die Oberhand. Genau so passiert es auch beim Landeanflug in Paris. Alle Passagiere sterben nur weil Arctander plötzlich vom Schlaf übermannt wird und sich nicht mehr wach halten kann. Explosionen und ein Großbrand sind die Folge. Arctander überlebt als einziger und ist auf der Flucht. Vor sich selbst und vor seinen Verfolgern.

Konstantin Korff ist ebenfalls Todschläfer. Doch er hat sich ein Leben damit arrangiert. Auf seinem Hausboot kann er getrost schlafen, denn der Tod meidet das Wasser und er umgibt sich nicht gerne mit anderen Personen. Vor allem nicht Nachts. Sein neuer Beruf als Bestatter kommt ihm da gerade nur Recht.
Doch dann holt ihn sein altes Leben wieder ein. Der Geheimdienst. Er soll Arctander ausschalten, denn er ist zu gefährlich für die Welt.

Kristin von Windau ist indessen ebenfalls nach Todschläfern auf der Jagd. Doch die skrupellose Wissenschaftlerin hat andere Vorhaben mit ihnen. Sie ist auf der Suche nach dem ewigen Leben, denn nicht nur ist sie Todschläferin sondern sie leidet unter Insomnieund hat mir wenig Zeit in ihrem Leben. Mittels ihrer Forschungen versucht sie Gehirne von Todschläfern, die zwar altern aber nicht sterben, in neue Körper zu verpflanzen und so das ewige junge Leben zu erhalten. Dass sie dabei an Arctander unf Korff gerät macht ihre Arbeit nicht einfacher.


Oneiros erzählt von einem Wettkampf gegen den Tod. Keiner der Protagonisten hat sich seine Gabe/seinen Fluch ausgesucht und alle müssen sie damit leben. Doch das schaffen sie nur unterschiedlich gut.
  Während Arctander größte Katastrophen und Massensterben auslöst kommen andere Todschläfer ganz gut mit ihrer Gabe zurecht. Doch eines können sie alle nicht: In Ruhe schlafen.
Und deswegen sind sie im Prinzip alle auf der Suche nach einer Lösung gegen ihre Gabe.

Das Buch führt den Leser durch so einige Städte die man sich vorstellen kann und will. Leben die Protagonisen doch teilweise in Leipzig kommen wir während der 600 Seiten nach Paris, Madrid, Marakesch oder Barcelona. Eine kleine Weltreise in kürzester Zeit.
Und so schnell wie es um die Welt geht (die Vielflieger-Meilen der Charakter möchte ich haben!) genau so schnell schlägt auch die Handlung stellenweise um. Während man gerade noch gemütlich in einem Café sitzt und über die mystische Kraft von Edelsteinen gegen den Tod (im Buch der Schnitter genannt) nachgrübeln, so kommt es im nächsten Moment zu wüsten Schießerein und Massenkatastrophen die man sich real gar nicht vorstellen möchte.
Das Tempo steigt dabei so einige Mal in den roten Bereich! Beinahe wie in einem Action Film.

Genau darum wird es allerdings auch nie langweilig. Auch wenn die Umschläge teilweise extrem schnell kommen und stellenweise auch die Ortswechsel schneller passieren als man wirklich nachvollziehen kann so macht genau dieses Auf und Ab den Reiz weiter an der Geschichte dran zu bleiben. 
Denn der Wettlauf gegen den wütenden Tod birgt so einige Überraschungen in sich.

Einziges Manke (neben der manchmal zu schnellen Story) sind irgendwie die Charakter und vor allem deren Tiefe. Da gibt es anfangende Liebesgeschichte und den verbitterten Kampf einer Mutter um den eigenen Sohn die kurzfristig extrem in den Vordergrund der Geschichte gestellt werden und dann so plötzlich wie sie aufgekommen sind wieder verschwinden. Stellenweise blitzen sie dann kurz in der Geschichte wieder auf und sind aber recht schnell wieder uninteressant um am Schluss dann schnell in etwas skuriller Art einfach beendet und abgeschlossen zu werden. Da scheinen die Charakter stellenweise selbst nicht zu wissen was ihnen wichtig ist.
(Vielleicht bin ich da aber gerade nur überempfindlich weil ich zuvor Game of Thrones gelesen habe.)

Wer sich allerdings gerne Mal überlegen möchte wie es so wäre für den Tod unsichtbar zu sein (und damit als Gegenleistung einfach nur alle Personen in unmittelbarer Nähe in Lebensgefahr zu bringen) der sollte definitv zu Oneiros greifen. Unterhaltsame Litreratur für die schlaflosen Abendstunden.

N9erz

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