Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Mittwoch, 15. Januar 2014

Boy Nobody - Wenn Kinder zu Killern erzogen werden

Es ist eindeutig wieder Zeit für neuen Lesestoff!
Darum gibts hier gleich mal einen neuen Buchreview nachgeschossen!
"Boy Nobody" von Allen Zadoff hat sich in meine Hände verirrt und wurde natürlich gelesen.

 

Er war 12 Jahre alt, er war alleine, er hatte keine Familie mehr, er war perfekt. Darum wurde er auserwählt. Auserwählt, um der perfekte Killer zu werden.
Er scheint geboren dafür zu sein, skrupellos, fehlerfrei, schnell und unauffällig.
Genau dafür wurde er ausgebildet. Um Geheimagent zum Schutze der USA zu sein.

Doch plötzlich läuft etwas schief. Zach, wie die gelernte Tötungsmaschine im Auftrag des "Programmes" heißt, wird zu seinem nächsten Auftrag geschickt. Doch dieser ist kniffliger als seine bisherigen Aufgaben. Denn er soll den Bürgermeister von New York ausschalten. Grundsätzlich kein Problem für Zach, doch etwas ist anders als bei seinen vergangenen Aufträgen. Das Ganze soll schnell über die Bühne gehen und Zach hat nur ein Zeitfenster von wenigen Tagen um seine Mission abzuschließen.

Seine Strategie: Sich über die Tochter des Bürgermeisters Zugang zum Zielobjekt verschaffen. Die geforderte Chance zur Erledigung seines Jobs lässt nur wenige Stunden auf sich warten doch zum ersten Mal zögert Zach und verbockt den Auftrag fürs erste. Denn auch wenn er sie nur wenige Stunden kennt, so weckt die Bürgermeistertochter doch schnell etwas Verborgenes in ihm.

Ist Zach wirklich der Killer für den er sich hält oder doch nur ein Jugendlicher wie jeder andere auch?


"Boy Nobody" hab ich mir eigentlich ohne jede Erwartung zu Gemüte geführt. Ich muss zugeben ich dachte es wäre ein normaler Krimi/Thriller und habe erst später herausgefunden, dass es sich dabei eigentlich um ein Jugendbuch handelt. Das hat meine Meinung zu dem Buch dann auch etwas gedreht.

Zuerst war ich nicht wirklich überzeugt von "Boy Nobody". Die Geschichte beginnt schnell, skrupellos und unrealistisch. Ein 16-jähriger Junge, der seit Monaten am Morden ist und dabei keinerlei Gewissensbisse hat? Ein wenig sehr gefühllos der Bursche aber hey, soll es mit sehr viel Fantasie vielleicht auch geben.

Die Handlung legt stellenweise etwas an Spannung zu und ist durchaus ein Pageturner, insbesondere auch durch den einfachen Lesefluss. Kaum wirklich eine Passage bei der man nochmal nachlesen muss um der Handlung folgen zu können oder gar den Faden verlieren könnte. Einfache und schnelle (etwas spannende) Unterhaltung ist auf jeden Fall geboten.
Erst als die Bürgermeistertochter Sam ins Spiel kommt, bekommt der etwas steife Zach Ecken, Kanten und sogar die ein oder andere weiche Seite. Endlich scheint aus einem Stein ein fühlendes Lebewesen zu werden. Doch wirklich den Spannungsbogen oder die Tiefe der Charaktere überdehnen? Dazu kommt es leider nicht.

Darum war mein Eindruck nach dem Lesen leider nicht der Beste. Ich hab das Buch durchgezogen und es war durchaus Unterhaltungsliteratur, aber nicht wirklich der Burner. Für mich als Krimi/Thriller/Horror Fan zu lasch.

Nachdem ich allerdings herausgefunden habe, dass ich eigentlich einen Jugendroman zwischen den Fingern hatte muss ich zugeben, dass das Ganze schon in Ordnung geht.
Denn aus dieser Sicht geht es um einen Jungen der zum ersten Mal in seinem Leben mit Gefühlen zu tun hat und damit umzugehen lernen muss. Er muss Entscheidungen für sich selbst treffen und sich nicht immer nur von Anderen führen lassen. Um der ganzen Geschichte nicht den stinknormalen "Junge trifft Mädchen" Roman aufzudrücken spielt die ganze Geschichte eben in einer spannenden und aufregenden Welt von Geheimagenten und Auftragsmorden. Das bringt zumindest etwas Pfeffer in die Sache.

Somit muss gesagt werden, für den ein oder anderen jungen und (ich behaupte jetzt ganz frech einfach mal) anspruchsloseren Leser kann "Boy Nobody" durchaus ein Pageturner werden. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so vorbei und das Buch hat somit den Vorteil sehr schnell den positiven Aspekt des "Fertiggelesen" heraufzubeschwören. 
Allerdings sollte man definitv nicht der ärgste Thriller-Fan sein oder allzuviel anderes schon gelesen haben. Denn da bietet der Markt definitv packendere Werke mit mehr Tiefgang.

Wer also einen schnellen und seichteren Thriller sucht, der kann ohne Probleme zugreifen. Andere investierren lieber in einen echten (wenn auch sonst gerne Jugend-)Thriller.

N9erz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...