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Dienstag, 21. Januar 2014

Alice in Zombieland - White Rabbit Chronicles 1

Ich gebe es zu, ich musste dieses Buch von Beginn an einfach haben!
"Alice im Wunderland" trifft auf Zombies - das kann doch eigentlich nur gut sein.

Zumindest wenn man dem Namen Glauben schenkt. 
Denn ich gebe auch zu, den Klappentext habe ich nach diesem Cover einfach mal gar nicht mehr beachtet.
"Alice in Zombieland" musste her.

Ob sich das Original von Lewis Carroll wo wirklich darin wiederspiegelt sei jetzt schon verraten: eher nicht. Was allerdings von vorne herein auch nicht unbedingt schlecht sein muss.
Denn an ein Meisterwerk heranzukommen würde die Latte schon extrem hoch setzen.


Eigentlich hat Alice heute Geburtstag, doch dieser wird von einem tragischen Ereignis überschattet. Ihre gesamte Familie, Vater, Mutter und Schwester, sterben bei einem Autounfall. Auch Alice saß in dem Auto, doch sie trägt nur leichte Verletzungen davon.
Doch was Alice bei dem tragischen Unfall beobachtet lässt sie nicht in Ruhe. Waren hier wirklich Monster im Spiel und haben sich genüsslich an ihrem Vater und ihrer Mutter bedient oder halluziniert Alice nur. Wenn sie ihren Augen Glauben schenken soll, dann hätte ihr Vater, den sie immer für ein wenig verrückt gehalten hat, wohl doch Recht gehabt - es gibt Monster.

Doch zuerst muss Alice, die nach dem Unfall nur noch Ali genannt werden will, mit anderen Problemen eines normalen Teenagers herumschlagen. Sie zieht zu ihren Großeltern und muss auf eine neue High School gehen. Zum Glück findet sie schnell Kat, die sich ihrer annimmt und die beiden sind schnell BFFs.

Doch eine neue High School wäre nur halb so interessant wenn hier nicht auch neue Jungs auf Ali warten würden. Natürlich muss sich die "Neue" an der Schule dann auch gleich den schlimmsten Bad Boy der Schule - Cole Holland - als Objekt der Begierde aussuchen. Doch aussuchen ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn als sich die Augen der beiden zum ersten Mal treffen hat sie eine Vision. Irgendetwas scheint die beiden zu verbinden.

Doch Cole ist nicht der einzige Bad Boy an der Schule. Seine ganze Clique kommt regelmäßig mit frischen Kratzern und Verletzungen in die Schule. Selten kommt es sogar vor, dass jemand einfach gar nicht mehr an der Schule erscheint - angebich ein seltener Virus. Doch was steckt wirklich dahinter?
Hat es vielleicht etwas mit den Gestalten zu tun, die Ali Nachts manchmal in dem kleinen Wäldchen vor ihrem neuen Zimmer herumschleichen sieht? Können und Cole und seine Gefolgsleute die Monster auch sehen? War ihr Vater vielleicht doch nicht so verrückt für wie ihn alle gehalten haben?


Wer die Zusammenfassung jetzt gelesen hat, wird schnell erkannt haben, mit dem Original hat die Geschichte nicht viel zu tun. Die einzigen Gemeinsamkeiten die sich erkennen lassen sind der Name der Hauptprotagonisitin, eine weiße Wolke in Hasenform die immer wieder mal in wichtigen Momenten im Laufe der Geschichte vorbeischwebt und die Untertitel die an das Originale "Alice im Wunderland" angelehnt sind.
Damit sind mir mit den Gemeinsamkeiten aber auch schon am Ende angelangt.

Denn "Alice im Zombieland" ist eigentlich eine Mischung aus Zombiebuch und High School Romanze. Wenn man sich hier mehr Lewis Carroll gewünscht hat, dann wird mal wohl enttäuscht.
Das war ich Anfangs auch, bis zu dem Zeitpunkt in dem ich einfach akzeptiert habe, dass es sich um einen eigenständigen Roman handelt der nichts mit dem "Original" zu tun hat.
Danach konnte ich mich zumindest auf die Geschichte einlassen.

Einen weiteren Schlag gab es allerdings kurz danach. Denn auch das, was man als konventionellen Zombie versteht (eine verottende Leiche die zu neuem Leben erwacht ist) wird hier umgedreht. Mir ist schon klar, dass es kein Richtig und Falsch gibt bei Zombies und man hier durchaus Spielraum einräumen sollte für neue Interpretationen dieses Spezies.
Wenn aus rottenden Leichen allerdings auf einmal rottende Seelen werden die keinen Körper im herkömmlichen Sinne haben sondern nur auf einer Art Astralebene bekämpft werden können, so ist das schon ein ziemlicher Unterschied.
Somit wieder eine Sache die man einfach mal akzeptieren muss um wieder in das Buch hineinzufinden.

Zudem erinnert die Romanze rund um Ali und Cole doch ein wenig an Twilight. Die kleine arme verletzliche Ali die der super über mega Bad Boy Cole beschützen will und am Besten gar nicht in dem Kampf gegen die Zombies einbinden will. Die beiden sind zwar ganz herzig mit ihrem Hin und Her, Beziehung "Ja Nein Vielleicht Hab Angst", irgendwann allerdings dann schon relativ nervend.

Wobei die Charaktere wiederum selbst ziemlich witzig und glaubhaft sind. Ali ist (nachdem sie sich aus ihrer Trauer wieder herausgewunden hat) eine freche und nicht auf den Mund gefallene Persönlichkeit die mit ihren Antworten und ihrer Umgangsweise schon mal das ein oder andere Schmunzeln auf die Lippen zaubern kann.
Auch ihre BFF Kat ist da nicht viel anders und mit ihrer kleinen Darstellung als High School Queen wirklich unterhaltsam.
Die harten Außenseiter/Zombie Kämpfer rund um Cole sind auch genau das was sie sein sollen - hart und unerreichbar aber genau deswegen so viel vergöttert.

Wer sich ein "Alice im Wunderland" mit Zombieeinschlag wünscht der sollte definitv nicht zu diesem Buch greifen, denn er wird enttäuscht werden.
Wer sich allerdings auf viele neue Aspekte von Zombies einlassen will und auch kein Problem mit ein bisschen High School Romanze hat, der sollte "Alice im Zombieland" definitiv in seine Wunschliste aufnehmen.
Ob der Nachfolger "Rückkehr ins Zombieland" seinen Weg in mein Bücherregal finden wird, bin ich mir allerdings noch nicht so sicher.


N9erz

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