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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Stephen Kings Debut erneut auf der Kino Leinwand - Carrie

Ich bin ja großer Stephen King Fan und habe sicherlich nicht alle aber unzählige King-Romane zu Hause. Carrie, sein Debut, zählte bis vor Kurzem noch nicht dazu. 
Doch als ich natürlich mitbekommen habe, dass Carrie eine Neuverfilmung bekommt und das Hit-Girl Chloë Grace Moretz die Rolle der Carrie spielen wird musste das Buch natürlich sofort meinen Hirnzellen zugeführt werden.

Jetzt habe ich das Buch verschlungen und mir gestern auch endlich den Film angesehen und das will ich euch nicht vorenthalten.


Carrie ist kein normales Mädchen wie jede andere. Sie hat telekinetische Fähigkeiten, von denen sie bis jetzt nur wenig weiß.
In ihrer Schule ist sie die Außenseiterin, auch wegen ihrer extrem religiösen Mutter, die sie eigentlich jahrelang nur im Heimunterricht geschult hat.

Als sie nach dem Sportunterricht während dem Duschen zum ersten Mal ihre Periode bekommt und nicht weiß womit die junge Frau es zu tun hat eskaliert ihre Außenseiterrolle noch mehr. Die anderen Schülerinnen, allen voran die "oberste Cheerleaderin" Chris, bewerfen sie mit Tampons und Binden während Carrie glaubt sterben zu müssen.
Nur ein Einschreiten der Sportlehrerin kann Schlimmeres verhindern. Die Konsequenzen: Chris wird vom anstehenden Abschlussball ausgeschlossen und muss zu Hause bleiben.

Langsam beginnt Carrie zu realisieren dass die ungewöhnlichen Dinge die um sie herum passieren von ihr aus gehen und sie trainiert ihre telekinetischen Fähigkeiten. Ihre religiöse Mutter, die davon überzeugt ist, dass ihre Tochter das Werk des Teufels ist, heißt diese Entwicklungen nicht gut. Carries Periode zeugt für sie davon, dass Carrie gesündigt hat und mit der Strafe des Blutes belegt wurde und ihre Fähigkeiten Satans Werk wären um mit ihr zu spielen.

In der Schule zeigt nur eine MItleid und Bedauern über die Schikanen für Carrie - Sue. Sie hat ein schlechtes Gewissen und will Carrie etwas Gutes tun. Sie überredet ihren Freund und Schulliebling Tommy dazu gemeinsam mit Carrie zum Abschlussball zu gehen und ihr wenigstens einen schönen zu bescheren.
Das diese Idee ohne Hintergedanken die ganze Stadt wegen eines geschmacklosen Streites ins telekinetische Blutbad stürzt, damit hätte wohl niemand gerechnet...


"Carrie" beschäftigt sich an sich wahrscheinlich sogar weniger mit der Telekinese als es im ersten Blick den Anschein macht. So geht es in der Geschichte doch mehr um das Außenseiter Mädchen, dass es mit einer extrem einnehmenden religösen Mutter zu tun hat und im Wirklichkeit einfach nur normal sein möchte und dazu gehören will.

Doch man muss ehrlich sein, bei dieser Mutter ist ein "normal sein" wirklich nicht einfach. Carrie wird von allen Dingen, die ihre Mutter als Sünde empfindet ausgeschlossen und sollte am besten niemals das Haus verlassen um erst gar nicht in Versuchung zu kommen. Dass die 17 Jährige gerade in ihrer pubertären Zeit die Welt erleben möchte trifft da mit ihrer Mutter nicht gerade auf einen grünen Zweig. Ihre neu entdeckten Telekinese Kräfte entfachen in Carrie dabei den Mut sich ihrer Mutter zu widersetzen.

Ihre Außenseiterstellung bricht in Carrie dann während ihres Abschlussballes heraus, als sie glaubt alles würde besser werden und sie doch wieder nur als Lachnummer hingestellt wird. Ihre unglaublichen Emotionen geben ihrer Telekinese die zerstörerische Macht, die die ganze Stadt in Aufregung versetzt.

Wer sich bei "Carrie" einen wirklichen Horror Film erwartet, der wird wahrscheinlich leider enttäuscht. "Carrie" ist klassischer Horror ohne viel Schreckmomente oder Grausamkeiten. Der Horror geht hier viel tiefgründiger auf die emotionale Ebene der Charaktere als in Schockmomente.
Erste gegen Ende wird das Blupensum deutlich angehoben und Splatter Liebhaber kommen definitiv auf ihre Kosten.

Im direkten Vergleich zum Buch muss man sagen, dass Carries Fähigkeiten für den Film wohl etwas übertrieben werden. Scheinen in der Buchvariante die Vorkommnisse in der Schule noch eher zufällig als wirklich durch Carrie bedingt, so lässt Carrie im Film schon sehr starkt die "Hexe" heraushängen. Das schmälert das Filmvergnügen um kein bisschen, allerdings zerstört das etwas das kleine Mädchen Feeling bei Carrie.

Was auch etwas fehlt sind die nachfolgenden Ermittlungen zu den Geschehnissen in der Kleinstadt. Bilden die im Buch doch einen sehr ausführlichen Part und zeigen insbesonders sehr deutlich welchen Stellenwert und Charakter Carrie in ihrere Umgebung inne hatte, so wird der Aufklärungsporzess im Film leider nur enttäuschend kurz am Ende angestellt.
Allederings wäre ein dauernder Wechsel zwischen Aufklärung und Geschehnissen im Film wahrscheinlich viel zu verwirrend gewesen.
Darum zahlt es sich auf jeden Fall aus auch nach dem Film noch das Buch in die Hand zu nehmen.

Ich habe "Carrie" wirklich genossen und man kann "Carrie" wirklich als einen Horror-Film für jeden ansehen, auch keine Liebhaber von übermäßigem Blut werden mit der sympatischen Außenseiterin ihre Unterhaltung finden und nicht zu schockiert oder gegruselt den Kinosaal verlassen.

N9erz

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