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Donnerstag, 26. September 2013

Sophie McKenzie - Seit du tot bist

Wenn eine Totgeburt nicht schlimm genug ist, dann kommt "Seit du tot bist".


Gens Tochter kam vor 8 Jahren tot auf die Welt. Trotz unzähliger künstlichen Befruchtungen in den Jahren danach bleibt der Kinderwunsch von ihr und ihrem Mann Art aber unerfüllt.
Doch dann ändert sich schlagartig alles, was Gen bis jetzt in ihrem Leben geglaubt hat.

Eine fremde Frau steht plötzlich vor ihrer Tür und behauptet, dass ihr Baby am Leben ist und ihr nach der Geburt einfach weggenommen wurde. Das gesamte Operationsteam soll gekauft gewesen sein und falsche Dokumente unterzeichnet haben, sogar ihr Mann Art soll in der ganzen Sache involviert gewesen sein.

Zuerst hält Gen die ganze Geschichte für einen äußert geschmacklosen Scherz, doch langsam schleichen sich Zweifel ein. Waren die ganzen letzten Jahre eine Lüge und ist ihre kleine Tochter am Leben?
Die Hoffnung in Gen erwacht zum Leben und bringt grausames ans Tageslicht.


"Seit du tot bist" beginnt etwas schleppend. Die ganze Geschichte um Gen und Art, ihr Leben, ihren verzweifelten Versuch wieder schwanger zu werden und ihre Hilflosigkeit im Bezug auf den Verlust ihrer Tochter wirkt etwas müde. Genau das trifft allerding wohl auf die Gefühlsebene der Charaktere zu und zieht damit den Leser trotzdem tief in die Geschichte.

Doch wirklich berrauschend wird die Handlun sobald die Hoffnung in Gen erwacht und der Wunsch ihr Kind zu finden an oberster Priorität steht.
Nach und nach erkennt die Hauptcharakerin, wie das Kartenhaus ihres Lebens über ihr einzustürzen droht und ist gefangen zwischen der Hoffnung auf ihre Tochter und dem Verlust des Vertrauens in alle ihr nahestehenden Personen.

Die Geschichte wird schneller und rasanter und gegen Ende läutet das große Finale, das brutaler als erwartet ausfällt. Kein Horrorschocker alla Saw oder ähnlichem aber mit einer rohen und trotzdem realistischen Gewalt.

Was dem ganzen allerding wirklich den Deckel aufsetzt sind die letzten Seiten. Ich rate tunlichst davon ab diese vorher durchzublättern oder gar hineinzuschmökern. Denn damit wäre die gesamte Geschichte zerstört und der Schock in den letzten Zeilen wahrscheinlich weitaus geringer.

Gerade durch das Ende muss ich sagen, dass mich "Seit du tot bist" wieder auf seine Seite gezogen hat. Das Buch ist an sich kein Kracher und wahrscheinlich ein Thriller wie viele anderen, doch selten haben mir die letzten Worte so eine Gänsehaut verschafft.
Darum: Sollte man im Laufe des Lesen eine Durststrecke erleben - Durchhalten.
Das Ende lohnt sich!

N9erz

Freitag, 13. September 2013

Lebensratgebener mal anders oder auch nicht - Ellen Degenere - Seriously... I'm Kidding

Ich hatte mal Bock auf ein Buch der ganz anderen Sorte und da kam mir das Buch von Ellen Degeneres gerade Recht.
Alleine wenn man den Klappentext liest fühlt man sich schon ein Stückchen besser aber dazu gleich mehr ;)

Das Buch zusammenfassen fällt verhältnismäßig schwer.
Es gibt keine ganze Geschichte die erzählt wird oder ein einzelnes Thema. Einfach alle (sinnvollen und weniger sinnvollen) Lebenlagen werden beschrieben, kommentiert und humorvoll verständlicher gemacht.

Man kann wirklich fast sagen, dass es sich um einen ehrlichen Lebensratgeber handelt, der nicht versucht dein Leben besser zu machen, sonder dein Leben wie es ist als besser zu empfinden.
Das klingt zwar gleich wieder hochkomplex. Ist es aber in keinster Weise.

Auszugsweise möchte ich euch verdeutlichen worum es geht in dem ich euch ein Paar Kapitelüberschriften präsentiere. So gibt es Kapitel über Meditation, "Random Things That Might Help You But Probably Won't", die Sauna oder einfach nur Langeweile.


Für mich war Seriously... I'm Kidding eine gelungene Abwechslung nach Krimis und Fantasy Büchern.
Wer Ellen Degeneres mag, der wird das Buch auf jeden Fall mögen. Ihr Humor und ihre Einzigartigkeit kommt wirklich gelungen rüber.

Darüber hinaus ist es auch defintiv ein gutes Buch, wenn man eigentlich nicht viel Zeit zum Lesen hat. Denn die Kapitel sind alle wirklich kurz gehalten und eignen sich somit perfekt zum in der UBahn lesen oder ähnlichem.
Und wenn einem mal ein einzelnes Kapitel auf die Nerven geht, dann kann man es ja auch einfach auslassen.

Das wirklich interessante an dem Buch war für mich, dass Ellen hier über alltägliche Dinge schreibt die wir alle Tag ein Tag aus erleben und oft soviele (meist negative) Gedanken darüber verlieren, dass wir eigentlich viel Zeit mit unnötigen Miesmachereien vergeuden.
Doch einige Sachen zeigen hier auf, dass es oftmals gar nicht nötig ist so den Kopf zu zerbrechen, im Endeffekt muss man sein Leben leben wie man will.
Darum hatte ich ein bisschen das Gefühl einen kleinen aber witzigen Lebensratgeber zu lesen ;)

Mein Lieblingsquote will ich euch deshalb auch nicht vorenthalten:
"If someone says you're weird, say thank you."

N9erz

Montag, 9. September 2013

Eine Kleinstadt unter der Kuppel - Die Arena von Stephen King - Under The Dome

Das Buch "Die Arena" stand eigentlich schon relativ lange in meinem Regal, trotzdem hat es nie den Weg in meine Hände gefunden um gelesen zu werden. Nachdem ich allerdings Wind gekriegt hatte, dass eine Serie basierend auf diesem Buch erscheint war natürlich klar, dass ich die über 1200 Seiten so schnell wie möglich vershclingen musste um auf die Serie vorbereitet zu sein.


In der Kleinstadt Chester's Mill ist ein Tag wie jeder andere angebrochen. Doch nur einen Augenblick später hat sich alles in der Idylle verändert. Eine unsichtbare Kuppel ist in Sekundenbruchteilen auf die Grenzen der Kleinstadt herabgestürzt und hat diese von der restlichen Welt abgeschlossen.

Niemand kann sich erklären was diese Kuppel ist, oder woher sie gekommen ist. Doch die unsichtbare Barriere ist undurchdringbar und verursacht nicht nur Autounfälle sondern auch Flugzeugabstürze. Nicht einmal die Army findet Mittel und Wege um in die Kleinstadt einzudringen.

Anfangs haben alle noch die Hoffnung, dass die Kuppel so schnell wie sie erschienen ist die Stadt auch wieder in die Freiheit entlassen wird. Doch mit jedem Tag und jeder Stunde in der die Kuppel weiter existiert verändert sich die Kleinstadt.
Normale freundliche Bürger entwickeln Existenzängste und beginnen über Leichen zu gehen um ihr eigenes Überleben zu sichern. Die Angst um das nackte Überleben steigt.

Doch der zweite Stadtverwalte "Big Jim" Rennie versucht die Stadt unter Kontrolle zu halten. Ob all seine Methoden dazu wirklich im Sinne der Kleinstadt sind ist allerdings fraglich.
Währenddessen ist Dale "Barbie" Barbara, der eigentlich die Stadt nur verlassen wollte, in Kontakt mit der Außenwelt und versucht alles ihm mögliche um die Kleinstadt vor der totalen Zerstörung zu retten.


Was ver der Story in erster Linie ein wenig an den Simpsons Film erinnter, beginnt eigentlich auch genau so. Ein unerklärliche Kuppel die eine ganze Kleinstadt vom Rest der Welt abschirmt.
Doch diesmal gibt es keine Möglichkeit daraus zu entkommen, die Kuppel ist sowohl in der Luft als auch unter der Erde undurchdringbar.

Alleine der Gedanke daran, plötzlich nicht mehr die Möglichkeit - die Freiheit - zu haben, sich zu bewegen wie man möchte erzeugt schon ein kleines mulmiges Gefühl im Magen.
Genau das ist es, worum sich "die Arena" im Prinzip dreht.
Was passiert aus mit einer ganz "normalen" Kleinstadt, mit ganz "normalen" Bürgern und Nachbarn, wenn alle von einem Moment auf den anderen vor ihre gesamte Existenz gestellt werden ohne Vorbereitungen dafür treffen zu können.
Was passiert wenn kein Strom mehr da ist, das Flüssiggas im Krankenhaus zu Ende geht oder gar die Lebensmittel im eigenen Haushalt sich dem Ende zuneigen?

Die einfachste Antwort - die Kleinstadt steht Kopf und verliert langsam aber doch den Verstand.
 Diese Momente von normalen Dasein im Übergang zu Wahnsinn ist das, was diesen Stephen King Roman in meinen Augen ausmachen. Man erlebt und ist mitten drinnen wie eine ganze Stadtbevölkerung von etwa 2000 Personen langsam aber stetig den Versand verlieren.
 Immer mit dem Hintergedanken, dass Rettung noch nicht in Sicht ist.

Das dabei die von Stephen King durchaus detailreichen Grausamkeiten nicht fehlen, macht das ganze noch authentischer. Das Buch ist nicht gruslig aber durchaus grauslich.

Bis zum Ende bleibt auf das Rätsel um die Kuppel ziemlich aufrecht. Ob man die Erklärung dafür so einfach verstehen oder herunterschlucken möchte sei dahingestellt. Irgendetwas komplett verrücktes muss ein Stephen King dann ja doch irgendwie haben.

Abgesehen davon, eigentlich ein sehr authentischer apokalyptischer Roman, der vielleicht im Ernstfall näher an der Realität streift als es uns allen lieb sein mag.
 Auf irgendwelche Situtionen ähnlichster Art wollen wir alle aber zu Lebzeiten einfach nicht hoffen.

N9erz

PS: Wie schon zu Anfang erwähnt - es gibt jetzt eine nach der englischen Originalfassung benannte Serie im TV - Under The Dome. Die Serie ist am Buch angelehnt, enthält (zumindest in den ersten drei Folgen die bereits ausgestrahlt wurden) auch einige Paralellen. Allerdings darf man sich definitiv kein 1:1 Remake vom Buch erhoffen. Die Charaktere mögen zwar teilweise übernommen worden sein, allerdings wurden ihre Geschichten doch teilweise deutlich verändert.

Trotzdem haben mich die ersten drei Folgen schon mal überzeugt und ich freu mich schon auf jetzt auf Mittwoch - wo es auf ORF1 oder pro sieben mit den nächsten drei Folgen weitergeht!
Jetzt wo ich mit dem Buch komplett durch bin kann ich die Serie sicherlich mehr genießen ;)

Donnerstag, 5. September 2013

Die Apokalypse unter Prominenten - Das ist das Ende

Wenn die Apokalypse in den Hollywood Hills ausbricht, dann geht es dabei wahrscheinlich auch den Reichen und Schönen nicht so gut dabei.
Wie das genau aussehen könnte zeigt uns "Das ist das Ende".
Das die Schauspieler dabei sich Selbst spielen macht das ganze doppelt so lustig.


Jay Baruchel kommt auf Besuch nach LA zu seinem Freund und Kumpel Seth Rogan. Geplant wären eigentlich chillige Männerabende in Seths fetter Bude. Doch Seth hat andere Pläne und schleppt Jay zu der Einweihungsparty von James Francos neuem Haus in den Hollywood Hills mit.

Seth amüsiert sich bestens, doch Jay fühlt sich unter den ganzen Celebrities wie Rihanna oder Emma Watson nicht wirklich wohl und überredet seinen Kumpel die Party zumindest kurz zu verlassen um Zigaretten kaufen zu gehen. Doch was dann passiert verändert alles.

Plötzlich beginnt der Boden zu beben und einige Menschen werden in komischen blauen Strahlen nach oben gebeamt. Alle anderen erwartet eine Welt voll Chaos. Zwischen explodierenden Autos, brennenden Geschäften und einer aufkeimenden Massenpanik schaffen es Jay und Seth unbeschadet auf die Party zurück. Dort scheint niemand etwas von den weltuntergangsähnlichen Zuständen vor der Tür mitbekommen zu haben, bis James Francos bunkerähnliches Gebäude ebenfalls zu beben beginnt und sich in dessen Garten ein riesiges Loch auftut und so manch bekanntes Gesicht verschlingt.

Rogen, Baruchel, Franco, Jonah Hill und Craig Robinson scheinen die einzigen zu sein, die sich vor der Katastrophe retten konnten und verschanzen sich wieder im Haus. Dort arbeiten sie ihren Überlebensplan aus und setzen dabei darauf, dass sie als Berühmtheiten wohl schnellst möglich gerettet werden würden. Doch in der Apokalypse kommt alles anders, als Stars es sich denken...


Ein Film in dem Star sich selbst verkörpern verspricht schon mal eindeutig Spaß. Wenn diese dann auch noch relativ wenig auf ihren Celebrity Status geben kann beinahe nichts mehr schief gehen.

In der Apokalypse sind dann doch auch Stars wieder nur Menschen und müssen sich mit Fragen herumschlagen, wie sie ihre Vorräte am besten aufteilen oder wer wann Wache zu halten hat. Wenn dann ein riesiges Haus auch noch beinahe leer ist und draußen die Straßen brennen wird der ein oder andere Star wieder zum kleinen Kind und hat Angst im Dunkeln oder kann nicht alleine schlafen.

Die Konstellation der Schauspieler verspricht Spaß und klischeehafte Jokes am laufenden Band. Gemischt wird das ganze dann noch mit apokalyptischer Einsicht um in den Himmel auffahren zu können. Ein Exorzismus darf dabei natürlich auch nicht fehlen!

"Das ist das Ende" sind definitv unterhaltsame Kinominuten, allerdings sollte man nicht mit allzu hohen Niveau Erwartungen hineingehen. Das hat zwar wahrscheinlich eh niemand vor, der sich den Film ansehen will, trotzdem soll man an dieser Stelle kurz gewart werden.

Wer also ein Lauffeuer aus jammernden Stars und witzigen Zufällen erleben will, der sollte sich definiv ins Kino begeben. Kaum ein apokalyptischer Film war jemals so unterhaltsam.

Dem ganzen wird dann noch die Krone aufgesetzt wenn sogar die Backstreet Boys ihren glorreichen Moment im Film finden. Wie und vor allem wo werde ich euch nicht verraten.

In diesem Sinne:
Backstreet's Back - Alright!

N9erz